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Nacktradler auf Wiener Straßen!

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Nackte Tatsachen auf zwei Rädern konnten Passanten am Freitagnachmittag auf Wiens Straßen bestauen. Knapp 30 - zumindest teilweise entblößte - Fahrrad-Lenker starteten anlässlich des „Autofreien Tages“ um etwa 16.00 Uhr am Margaretenplatz.

„Radfahrer brauchen mehr Platz“, forderte Peter von der Veranstalter-Gruppe „Criticalmass“. „Es geht dabei darum zu zeigen wie nackt und schutzlos wir uns im täglichen Straßenverkehr fühlen.“

Aber auch Spaß am Sport soll so zum Ausdruck gebracht werden. „Radfahren ist einfach sexy“, erklärte der Aktivist. Die Route des „Naked Bikeride“ ist nicht festgelegt. Der Vordermann bestimmt wo es lang geht, erzählte Peter. Angesteuert wird aber auf jeden Fall das Museumsquartier. Die Idee zur Veranstaltung kommt ursprünglich aus dem Ausland. Bei einer ähnlichen Aktion in Barcelona habe es 1.000 nackte Radler gegeben, berichteten die Veranstalter. Für Wien erwarte man natürlich deutlich weniger. Schon von 50 Teilnehmern sei man begeistert.

Vor allem Männer waren bereit sich für „die gute Sache“ zu entblößen. Völlig nackt – nur mit Schuhen, Hut oder Bauchtasche bekleidet – stiegen dann aber doch nur sechs Wiener auf ihre Drahtesel. Der Großteil der Teilnehmer radelten oben ohne. Aufgemalte Verkehrsschilder und Fahrräder zierten die nackte Haut. Keine Angst zeigten die Mutigen vor Verletzungen: „Man muss halt aufpassen“, erklärte ein 32-Jähriger Wiener. „So gut bestückt sind wir eh nicht“, scherzte ein anderer.

Schüchtern zeigten sich hingegen die weiblichen Teilnehmer, die ohnehin nur sehr spärlich erschienen waren. „Nur bis zum Bikini-Oberteil – weiter gehe ich sicher nicht“, erklärte die 22-jährige Hannah aus England. Neben ihr schwang sich nur eine weitere Teilnehmerin aus Deutschland im BH aufs Fahrrad. Die Wiener Frauen blieben züchtig bedeckt. „Wenn wir etwas zur Verkehrsberuhigung beitragen, ist das gut – dazu muss ich mich nicht ausziehen“, erklärte die 33-jährige Marty Huber aus Wien. „Es ist viel zu kalt“, entgegnete ein andere Radlerin.

Hinter der Demo steht „Criticalmass“, einer Gruppe, die seit einiger Zeit jeden dritten Freitag im Monat Fahrrad-Demos quer durch Wien initiiert. Auf ihrer Website (http://www.criticalmass.at/) heißt es, dass die Bewegung ihren Ursprung 1992 in San Francisco hatte: „Gemeinsam bilden wir eine ’kritische Masse’ von Radlern, die nicht einfach vom Autoverkehr ignoriert werden kann.“

Für die Medienarbeit der Nackten sorgte Kurt Wendt, bisher als Organisator von Donnerstags-Demontrationen gegen die Bundesregierung und Wiener KPÖ-Kandidat bekannt. Beim Nackt-Radeln gebe es jedoch keinerlei politische Schlagseite, beteuerte er auf APA-Anfrage. Er wolle der Aktion bloß zu Glaubwürdigkeit verhelfen. Lakonisch beantwortete er die Frage nach dem Sinn des Nakedei-Aktion. „Da geht es um die PR. Das ist so wie bei den Pelzgegnerinnen, die ziehen sich auch immer aus“, so der als „KurtO“ bekannte Wendt.

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