Nachhilfe in Wien teurer geworden

In der Bundeshauptstadt sind sowohl private Nachhilfe als auch Lerninstitute teurer geworden - private Anbieter verlangten durchschnittlich um 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr, Lerninstitute zwischen zwei und vier Prozent. Die Nachhilfekosten sind damit etwa gleich stark gestiegen wie die Inflation.

Private Nachhilfe kostet derzeit im Schnitt 19 Euro pro Stunde, für Mathematik und Rechnungswesen sowie Deutsch, Englisch oder Französisch können die Preise bis zu 30 Euro pro Stunde klettern. Wer in einem Lerninstitut paukt, zahlt für 60 Minuten Einzelunterricht zwischen zwölf und 46 Euro, für 60 Minuten Kleingruppen-Unterricht zwischen acht und fast 25 Euro.

Bei Intensivlernkursen in Lerninstituten im Sommer zeigt sich eine größere Spanne: Die Preise für den Einzelunterricht sind hier gegenüber 2007 im Schnitt um fast zwölf Prozent gesunken und betragen nun zwölf bis 32 Euro, jene für den Gruppenunterricht sind im gleichen Ausmaß gestiegen und betragen sechs bis fast 28 Euro. Für die Erhebung hat die AK vom 21. Mai bis 9. Juni in Wien die Preise bei 91 privaten Nachhilfe-Anbietern und 28 Lerninstituten erhoben.

Für die AK ist das Sitzenbleiben ein “Auslaufmodell”. Sie fordert das automatische Aufsteigen mit einem “Nicht Genügend” bis zur achten Schulstufe (mit individuellem Förderkonzept) sowie ein Mitspracherecht für die Eltern bei zwei “Nicht Genügend” bzw. Klassenwiederholung. In der Oberstufe soll es statt dem Sitzenbleiben ein Kurssystem geben. Überdies müsse die individuelle Förderung aller Kinder ausgebaut, ein verpflichtendes Vorschuljahr sowie das Recht auf einen ganztägigen Schulplatz und eine längere gemeinsame Schule nach der Volksschule eingeführt werden.

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