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Nach Zugsunglück in NÖ: Ermittlungen zur Unfallursache laufen

Der Pritschenwagen wurde 160 Meter weit mitgeschleift.
Der Pritschenwagen wurde 160 Meter weit mitgeschleift. ©APA/NÖ LANDESFEUERWEHRKOMMANDO/FF RAASDORF
Am Dienstagabend kamen zwei Personen bei einem Zugunfall auf einem Bahnübergang zwischen Aspern Nord und Raasdorf ums Leben. Die Untersuchungen zur Klärung der Unfallursache laufen.
Zwei Tote nach Unfall bei Bahnübergang

Nach dem Unfall auf einer Kreuzung der Ostbahn zwischen Aspern Nord und Raasdorf (Bezirk Gänserndorf) mit zwei Toten und einem Schwerverletzten vom frühen Dienstagabend haben am Mittwoch die Untersuchungen zur Klärung der Ursache angedauert.

Alle drei Opfer stammen nach Polizeiangaben aus dem Waldviertel. Der Betrieb auf der Strecke wurde laut ÖBB wieder aufgenommen.

Zwei Tote auf Bahnübergang: Ursachenermittlung dauerte an

Bei der folgenschweren Karambolage nahe Wien war der Pritschenwagen einer Baufirma von einem in Richtung Marchegg fahrenden Zug mit der Nummer 2586 erfasst und etwa 160 Meter weit mitgeschleift worden.

Während der 24-jährige Lenker aus dem Bezirk Waidhofen a.d. Thaya mit schweren Verletzungen überlebte und ins SMZ Ost-Donauspital nach Wien transportiert wurde, starben seine Mitfahrer im Alter von 37 und 25 (rpt. 25) Jahren, beide aus dem Bezirk Gmünd, in dem Wrack. Die etwa 50 Zugpassagiere und der Lok-Führer kamen mit dem Schrecken davon.

Kreuzung mit Lichtzeichenanlage gesichert

Die Erhebungen zur Klärung der Unfallursache werden von Beamten der Polizeiinspektion Groß-Enzersdorf geführt, sagte Walter Schwarzenecker von der Landespolizeidirektion Niederösterreich am Mittwoch in der Früh auf Anfrage. Bei den Opfern handelt es sich um Beschäftigte einer Firma, die mit Arbeiten an der Ostbahn beauftragt ist, teilte ÖBB-Sprecher Karl Leitner mit. Die Kreuzung, auf der es zu der Karambolage kam, ist seinen Angaben zufolge mit einer Lichtzeichenanlage gesichert und habe funktioniert. Es sei Rot gewesen. Der Verkehr auf der Ostbahn wurde noch am Dienstagabend wieder aufgenommen.

Zug war mit etwa 120 km/h unterwegs

Die Polizei hat bestätigt, dass der Lenker des Pritschenwagens trotz Rotlichts die Eisenbahnkreuzung überqueren hatte wollen. Der ÖBB-Personenzug, von dem das Fahrzeug in der Folge erfasst wurde, war diesen Angaben zufolge mit etwa 120 km/h unterwegs.

Der Klein-Lkw war zuvor auf einem Feldweg parallel zur Marchegger Ostbahn gefahren. Zur Karambolage kam es, nachdem der Lenker unmittelbar vor dem Zug nach rechts auf die Kreuzung abgebogen war. Der 24-Jährige, der den Unfall als einziger Autoinsasse überlebte, wurde vom Rettungshubschrauber "Christophorus 9" abtransportiert.

Die betreffende Eisenbahnkreuzung ist laut Leitner zur Auflassung vorgesehen. Das soll 2020 der Fall sein und sei bereits geplant gewesen, habe also nichts mit dem Unfall zu tun.

(APA/Red)

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