Nach Messerattacke auf Polizist: Mehr Sicherheit gefordert

Mehr Sicherheit für Polizisten haben Personalvertreter am Donnerstag nach der lebensgefährlichen Messerattacke auf einen Wiener Kriminalisten im Zuge einer Personenkontrolle gefordert.

Der Vorfall müsse genauestens überprüft werden, forderte Harald Segall, oberster Personalvertreter der Wiener Exekutive. “Untersucht werden muss auch, wie die Sicherheit der Beamten bei derartigen Einsätzen erhöht werden kann.”

Der Vorfall beweise einmal mehr, dass die Arbeit immer gefährlicher werde, betonte Albert Schmiedt, Vorsitzender der AUF-Personalvertretung Wien. Die Behörde müsse den Aspekt steigender Kriminalstatistiken, fehlender Ausrüstung und Einsatzmittel, sowie akuter Personalnot anerkennen. Wichtig wäre weiters die Schaffung eines seit langem geforderten Exekutivdienstgesetzes, eine bessere soziale Absicherung durch ein höheres Grundeinkommen sowie ein verbesserter Pensionszugang ohne Abschlagszahlungen. Kritik gab es am “Sparkurs”: Während des Einsatztrainings würden keine Ausgleichszahlungen mehr für ein Schmerzensgeld bei Verletzungen geleistet. Das Wachebedienstetenhilfeleistungsgesetz (WHG) müsse diesbezüglich überarbeitet werden.

Die FPÖ ortete hinter dem Angriff eines Kriminellen auf einen Polizisten ein “Versagen der rot-schwarzen Sicherheitspolitik”. Mit der Beschwichtigungspolitik von Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S) und Innenministerin Maria Fekter (V) müsse endgültig Schluss sein, kritisierten FP-Parteiobmann Heinz-Christian Strache und FP-Sicherheitssprecher Harald Vilimsky in einer Aussendung. Die Bundeshauptstadt brauche mindestens 1.500 zusätzliche Polizisten.

Das BZÖ forderte angesichts der Messerattacke eine bessere Ausrüstung der Beamten durch das Innenministerium. Stichfeste und bedingt schussfeste Unterziehschutzwesten müssten Teil der Uniform werden oder bei Dienstantritt zur Verfügung gestellt werden, so Exekutivsprecher Christoph Hagen.

Vorbericht: Polizist nach brutaler Messerattacke außer Lebensgefahr

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