Nach hartem Kampf: Capitals besiegen Villacher Adler!

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Dritter Sieg in Folge für die Vienna Capitals: Im Heimspiel gegen die Villacher gewannen die Wiener mit 2:1. Mann des Abends war einmal mehr der Kanadier Francois Fortier, der beide Treffer für die Capitals erzielte.
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Von Beginn weg entwickelte sich ein klassisches Playoff-Spiel. Beide Teams gingen hohes Tempo und hart zur Sache. Den ersten Treffer des Abends machten die Gäste: Die Capitals brachten die Scheibe nicht aus der eigenen Zone, Andreas Kristler zog sofort ab und die Scheibe schlug hart unter der Latte ein. 234 Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt gerade erst gespielt.

Die Capitals reagierten auf den Rückstand mit Offensive. Praktisch im Minutenintervall wurden gute Torchancen herausgespielt – aber nicht verwertet. Der gebürtige Wiener im Villacher Tor, Bernhard Starkbaum, erwischte einen äußerst starken Tag und brauchte die Capitals phasenweise zur Verzweiflung. Für den Ausgleich benötigten die Gastgeber eine Überzahlsituation. Das neue Traumduo der Capitals schlug zu: Kapitän Benoit Gratton bediente Fortier mustergültig. Für den Goalgetter der Wiener war das 1:1 da nur noch eine Pflichtaufgabe. In der Folge waren die Capitals der Führung einige Male sehr nahe. Mit einem schmeichelhaften Unentschieden für die Gäste gingen die beiden Teams in die erste Drittelpause.

Torloses Mitteldrittel
Auf Treffer im Mittelabschnitt warteten die Zuschauer vergeblich. Die Villacher kamen besser ins Spiel und hatten selbst einige gute Tormöglichkeiten. Die drückende Überlegenheit der Capitals war vorüber. Die Capitals taten sich um einiges schwerer, Tormöglichkeiten herauszuarbeiten. Einem unterhaltsamen Drittel fehlten einzig die Treffer.

Für eine Schrecksekunde sorgte in der 27. Minute Capitals-Stürmer Rafael Rotter. Er bekam eine Scheibe an den Kopf und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Dort wurde eine Wunde am Ohr genäht.

Fortier sorgt für die Entscheidung
Im letzten Abschnitt begannen die Villacher besser und konnten sich rasch ein Übergewicht erarbeiten. Just in der besten Phase der Gäste fiel der Siegestreffer für die Wiener. Bouchard bediente Fortier, der in der 48. Minute zum 2:1 traf.

Die Schlussoffensive der Villacher – für Torhüter Starkbaum kam in den letzten Sekunden ein weiterer Feldspieler – brachte nichts mehr ein. Nach dem Spiel stand Schiedsrichter Cervenak im Mittelpunkt der Kritik. Mit einer sehr eigenwilligen Regelinterpretation sorgte der Unparteiische des öfteren für Kopfschütteln auf den Rängen.

Kevin Gaudet (Vienna Capitals): “Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben den Gegner heute niedergekämpft – trotz der vielen Ausfälle. Villach-Torhüter Starkbaum hat heute außergewöhnlich gut gespielt. Zu einer solchen Leistung kannst du einem Goalie nur gratulieren.
Zu Fortier: Er ist eine Tormaschine. Ich bin sehr froh, dass Francois in meiner Mannschaft spielt. Er macht im Moment den Unterschied aus.”

Francois Fortier (Vienna Capitals): “Wir haben hart gekämpft und für den Sieg sehr viel investiert. Dass ich die Tore erziele, ist schön, aber nicht wichtig. Es zählt nur, dass wir als Team gewinnen.

Johan Strömwall (Villacher SV): “Es hätte heute auch anders ausgehen können. Bei 1:1 hatten wir viele gute Tormöglichkeiten auf den nächsten Treffer. Die Schiedsrichterleistung war  schlecht. Die 10-Minuten-Strafe gegen Kaspitz hat uns aus dem Konzept gebraucht und das Spiel mitentschieden. Ärgerlich war, dass er vor der Strafe klar gefoult wurde. Anscheinend hat dem Schiedsrichter der Mut gefehlt, eine weitere Strafe gegen die Capitals zu pfeifen.”

Bernhard Starkbaum (Villacher SV): “Ich bin enttäuscht. Wir waren knapp dran, heute einen Punkt aus Wien mitzunehmen. Einige Faktoren haben das verhindert. Fortier hat ein tolles Spiel gezeigt und auf anderen Seite war der Schiedsrichter heute sehr schwach und hatte das Spiel nicht unter Kontrolle. Wenn ich gelobt werde, ist es schön, aber wenn wir keinen Punkt holen ist es für mich völlig ohne Wert.”

Vienna Capitals – EC VSV 2:1 (1:1 0:0 1:0)
Albert-Schultz-Halle, 4.000 Zuschauer, SR Cervenak

Tore: Fortier (9./PP, 48.) bzw. Kristler (4.)

Strafminuten: 18 bzw. 20 plus 10 Disziplinar Kaspitz

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