Mutu: "Wir sind eine Wette wert"

Die rumänische Fußball-Nationalmannschaft fühlt sich in ihrer krassen Außenseiterrolle im EM-Turnier in Österreich und der Schweiz pudelwohl.

Adrian Mutu (29), Starstürmer des großen Underdogs in der Gruppe C mit Weltmeister Italien, WM-Finalist Frankreich und den Niederlanden, meinte sogar: “Ob wir eine Wette wert sind? Ich würde sagen Ja. Vor allem für Leute, die den Adrenalin-Kick brauchen. Aber es gibt sicher schlechtere Entscheidungen.”

Wer sich derzeit übrigens wirklich traut, auf einen EM-Titel Rumäniens zu setzen, bekommt von den Buchmachern etwas das 40-fache des Einsatzes zurück. Fiorentina-Legionär Mutu ist sich natürlich bewusst, dass außerhalb Rumäniens nur sehr wenige an sein Team glauben. “Jedermann ist sich sicher, dass wir in dieser Gruppe Letzter werden. Aber das macht uns nur doppelt so entschlossen und motiviert, um zu gewinnen.” Die Gruppenspiele, die die Rumänen am Montag in Zürich gegen Frankreich beginnen, werden natürlich kein Honigschlecken für die Osteuropäer.

“Wir spielen in der schwierigsten Gruppe aller Zeiten. Keine Mannschaft würde sich so ein Los wünschen. Aber diese Gruppe gibt uns die Möglichkeit, zu zeigen was wir können”, nimmt Mutu die Herausforderung gerne an. Wie schwer die Rumänen zu besiegen sind, haben die Niederländer bereits in der Qualifikation am eigenen Leib zu spürt bekommen: In Rumänien verloren die “Oranjes”, in den Niederlanden gab es ein Remis.

Fürs erste Match gegen die Franzosen wünscht sich Mutu, der gemeinsam mit Kapitän Cristian Chivu die rumänischen Hoffnungen trägt, zumindest ein Unentschieden. “Ein positives Resultat würde uns noch zusätzlich anspornen. Die Franzosen sind ein starkes Team, aber auch sie haben ihre Schwachpunkte.” Sollten die Gelb-Blauen das Viertelfinale erreichen, wäre das für Mutu ein noch weitaus größerer Erfolg als der EM-Viertelfinal-Einzug. Damals hatten die Rumänen, mit dem 21-jährigen Mutu, gemeinsam mit Portugal die Gruppenphase überstanden, auf Kosten der Kaliber Deutschland und England.

Teamchef Victor Piturca kann bis dato aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Verteidiger Stefan Radu laboriert an einer kleineren Erkältung, die jedoch bis Montag überstanden sein sollte.

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