Mutmaßlicher Massenmörder in Mexiko festgenommen

In Mexiko ist ein Mann festgenommen worden, dem die Verwicklung in mehr als 200 Morde vorgeworfen wird. Der 30-jährige Felipe Viveros Garcia wurde im westlichen Bundesstaat Jalisco zusammen mit zwei weiteren Verdächtigen gefasst, wie die Nationale Sicherheitskommission am Dienstag mitteilte.


Die drei Männer werden verdächtigt, in Jalisco und dem Nachbarstaat Guerrero an Morden, Entführungen, Erpressung und Waffenschmuggel beteiligt gewesen zu sein. Unter den Opfern waren demnach auch rivalisierende Bandenkriminelle und Drogenhändler. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Mann um ein führendes Mitglied des Drogenkartells “Familia Michoacana”.

Laut der Kommission war Viveros Garcia nachweislich an mindestens zehn Entführungen beteiligt und soll von den staatlichen Behörden Geld erpresst haben. Seine beiden mutmaßlichen Komplizen sollen für die Sicherheit der Gang zuständig gewesen sein und Informationen über die Aktivitäten der Behörden gesammelt haben. Jalisco ist einer der Schauplätze des blutigen Drogenkrieges, bei dem in den vergangenen sieben Jahren mehr als 77.000 Menschen getötet wurden.

Erst am Montag hatten die Behörden in Guerrero den Fund der zerstückelten Leichen von acht Familienmitgliedern im Alter zwischen 18 und 40 Jahren gemeldet. Sie waren am Donnerstag in der Stadt Teloloapan entführt worden. Die an einer Autobahn entdeckten Leichen wiesen Folterspuren und Schusswunden auf. Der Verbleib von drei weiteren Familienmitgliedern, die ebenfalls verschleppt worden waren, blieb ungeklärt.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Mutmaßlicher Massenmörder in Mexiko festgenommen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen