Mutmaßlicher BND-Spion angeblich aus Wien geführt

Nicht die US-Botschaft in Berlin, sondern in Wien, unterhielt Kontakte zu dem mutmaßlichen Spion.
Nicht die US-Botschaft in Berlin, sondern in Wien, unterhielt Kontakte zu dem mutmaßlichen Spion. ©dpa
Anscheinend wurde der mutmaßliche US-Spion beim deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) nicht aus der Berliner Botschaft der Vereinigten Staaten geführt. Laut Recherchen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" waren es CIA-Agenten aus der US-Botschaft in Wien, die den BND-Mitarbeiter seit 2012 mehrmals in Salzburg trafen, von ihm geheime Dokumente erhielten und dafür Geld zahlten.

Laut “Spiegel” bedeutete es für die CIA ein geringeres Entdeckungsrisiko, die sensible Quelle aus dem nahe gelegen Ausland zu führen. Die Nachforschungen der Bundesanwaltschaft könnten den Agentenführern aus Österreich nun allerdings Probleme bereiten. Sollte es den Ermittlern nämlich gelingen, die Führungsoffiziere des mutmaßlichen BND-Spions zu identifizieren, würden sie im Falle eines Strafverfahrens in Deutschland keinen diplomatischen Schutz genießen, so das Nachrichtenmagazin.

BND-Spion ist geständig

Nach “Spiegel”-Informationen lieferte der 31-jährige BND-Mitarbeiter den Ermittlern bei seinem umfangreichen Geständnis Beschreibungen von zwei mutmaßlichen CIA-Agenten, mit denen er Kontakt hatte. Die Fahnder versuchen nun, die beiden anhand dieser Informationen zu identifizieren. (APA)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Mutmaßlicher BND-Spion angeblich aus Wien geführt
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen