Mutmaßliche Drogenbande ausgeforscht

Symbolfoto &copy Bilderbox
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Eine fünfköpfige mutmaßliche Drogenbande ist Suchtgiftermittlern aus Wien und Niederösterreich ins Netz gegangen - Enorme Mengen Rohypnol-Tabletten und Cannabis verkauft - Auch Vorwurf des Waffenschmuggels.

Die Verdächtigen sollen insgesamt 400.000 Rohypnol-Tabletten und mehrere Kilo Cannabiskraut und Cannabisharz in Umlauf gebracht sowie Faustfeuerwaffen aus der Slowakei nach Österreich geschmuggelt haben. Der Schwarzmarktwert der Suchtmittel beträgt laut NÖ Sicherheitsdirektion rund 150.000 Euro.

Österreichisch-Slowakische Kooperation

Bei den mittlerweile verhafteten und in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingelieferten Personen handelt es sich um drei Österreicher im Alter von 41, 45 und 47 Jahren sowie um zwei Slowaken im Alter von 54 und 56 Jahren. Der 45-jährige Österreicher wird beschuldigt, zusammen mit seiner 54-jährigen slowakischen Lebensgefährtin und dem 56-jährigen slowakischen Taxilenker mehrmals monatlich eine Gesamtmenge von rund 200.000 Rohypnol-Tabletten von Preßburg nach Wien geschmuggelt zu haben.

Auch Schusswaffen sichergestellt

Weiters soll der 45-Jährige drei Revolver und Munition von der slowakischen Hauptstadt nach Österreich geschmuggelt haben. Der Mann lebt seit etwa drei Jahren in der Slowakei und war in Wien gemeldet, um vom Arbeitsmarktservice (AMS) eine monatliche Notstandshilfe unrechtmäßig zu beziehen. In seiner Wohnung in der Slowakei wurden noch zwei weitere Schusswaffen und Munition sichergestellt.

Der 47-jährige Wiener steht unter Verdacht, gemeinsam mit seinem 41-jährigen Mitbewohner die geschmuggelten 200.000 Rohypnol-Tabletten, mehrere Kilogramm Cannabisharz und Cannabiskraut mit hohem Gewinn an einen größeren Personenkreis verkauft zu haben. Außerdem soll der mutmaßliche Dealer mittels einer „Indoor-Anlage“ mehrere Kilo Marihuana – größtenteils für den Weiterverkauf – erzeugt haben. In seiner Wohnung wurden 5.310 Rohypnol-Tabletten, drei Faustfeuerwaffen mit Munition, mehr als 100 Gramm Cannabisharz, rund 2.500 Euro Bargeld aus Suchtmittelerlös sowie sonstige Suchtmittelutensilien sichergestellt.

Rund 50 Abnehmer ausgeforscht

Bisher konnten etwa 50 Personen in Wien, im Raum Wien-Umgebung und im Bezirk Amstetten als Abnehmer ausgeforscht werden.

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