Museumsquartier in Kiew nach Wiener Vorbild

In Kiew soll nach Wiener Vorbild ein Museumsquartier für zeitgenössische Kunst entstehen. Wie der „Standard“ heute berichtet, ist der Wiener Kunsthistoriker Dieter Bogner, der schon für die Planung der Wiener Variante verantwortlich zeichnete, mit der Konzeption betraut worden.

Das ehemalige Mystetskyi Arsenal neben dem Lavra-Kloster, 1783 erbaut und von den Sowjets als Munitionsfabrik genutzt, soll somit vor dem Verfall gerettet und künftig als Kulturzentrum genutzt werden.

Für das von Präsident Viktor Juschtschenko getragene Projekt gibt es bereits eine staatliche Errichtungsgesellschaft. Kürzlich wurde Bogner, nachdem er 2006 einen Masterplan eingereicht hatte, mit dem Feinkonzept für das mit 30.000 Quadratmetern Nutzfläche ausgestattete, dreistöckige und 170 Meter lange klassizistische Arsenal beauftragt. Nach Angaben des „Standard“ sollen ein Besucherzentrum, verschiedene Museen (u.a. für zeitgenössische Kunst, Volkskunde, Theater und Kino, archäologische Schätze, Kinder), ein Auditorium, eine Kunsthalle, ein Event-Space, ein Konzerthaus, ein Gebäude für die Creative Industries und ein kulturwissenschaftliches Studienzentrum entstehen.

Laut Bogner könnte die Realisierung des ukrainischen Projekts, dessen Adaptierungskosten auf 100 Millionen Euro geschätzt werden, in den nächsten fünf Jahren geschehen. Doch die politische Entscheidung steht noch aus – vor diesem Hintergrund sind die vorgezogenen Parlamentswahlen am 30. September für das Kiewer Museumsquartier von besonderer Bedeutung.

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