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Mumien aus dem Moor in Wien!

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Einen Einblick in die sagenumwobene und faszinierende Welt der Moore bietet eine Ausstellung im Naturhistorischen Museum Wien (NHM) mit dem viel versprechenden Titel "Mumien aus dem Moor".

Neben Funden wie Schmuckstücken bis zu menschlichen Leichen kommt auch die Ökologie dieser einzigartigen Lebensräume nicht zu kurz. Die Schau mit rund 400 archäologischen Funden aus dänischen, deutschen und niederländischen Mooren ist von 13. Dezember 2006 bis 15. April 2007 zu sehen.

Was Menschen seit Jahrtausenden durch komplizierte Prozeduren mehr oder weniger gut zu Stande bringen, schafft das sehr saure und und in der Tiefe sauerstofffreie Moorwasser in eindrucksvoller Weise: Die extremen Bedingungen konservieren tote Tiere und Pflanzen ebenso wie Menschen. So können Moore oder Torf-Stiche gleichsam zu Fenstern in die Vergangenheit werden, die für Anthropologen und Kulturforscher ebenso aufschlussreich sind wie etwa für Klimaforscher.

In der Schau ist das Schicksal von sieben Moorleichen nachgezeichnet. Stück für Stück wurden den Funden mit wissenschaftlichen Methoden Details aus ihrem Leben und den Umständen ihres Todes entlockt. In einem interaktiven forensischen Forschungslabor können Besucher der Ausstellung ihren eigenen Moorleichen-Fall aufklären.

Nicht viel weniger spektakulär geht es unter den lebenden Bewohnern zu. So zählt etwa der ausschließlich in Mooren vorkommende Sonnentau zu den Fleisch fressenden Pflanzen. Mit glänzenden, klebrigen Sekret-Tropfen lockt der Sonnentau Insekten an und verdaut sie. So gleicht die Pflanze die extreme Armut an Nährstoffen im Moor aus und kann sich bei günstigen Bedingungen entsprechend vermehren.

Ein weiteres Kapitel widmet sich dem Schutz der Moore, die auch in Österreich seit Jahrhunderten nach und nach verschwinden. Mit Entwässerungskanälen versehen, trocknen die einzigartigen Lebensräume vor sich hin, bis sie für immer verschwinden und durch land- oder forstwirtschaftliche Flächen ersetzt werden.

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