Mülldeponie in Flammen

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Großbrand im Umland von Wien: Eine brennende Mülldeponie löste einen Großeinsatz von niederösterr. und Wiener Feuerwehren aus. Die Behörden sprechen von keiner Gefährdung für die Bevölkerung.

Großalarm für die Feuerwehr hat es am Dienstag nördlich von Stockerau gegeben: Auf einer Mülldeponie war aus bisher ungeklärter Ursache gegen 11.00 Uhr ein Großbrand ausgebrochen. 300 Einsatzkräfte waren zur Bekämpfung der Flammen bis in die Abendstunden im Einsatz. Auf Grund der Rauchentwicklung wurden Sicherheitsmaßnahmen für Gemeinden rund um das Gebiet, Stockerau und Klosterneuburg, vorgenommen.

Die brennenden Stoffe verursachten eine Rauchsäule, die mehrere hundert Meter hoch und teilweise bis nach Wien zu sehen war. Nach Bekanntwerden der Flammen wurden sofort entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet. Personen in Stockerau und Klosterneuburg wurden angewiesen, Fenster zu schließen. An Schulen erging die Order, Kinder nicht zu lange im Freien zu lassen.

Dies sei jedoch nur eine Schutzvorkehrung. „Der brennende Müll ist nicht hochgradig toxisch”, sagte Jörg Würzelberger, Sprecher des NÖ Landesfeuerwehrkommandos der APA. Grundsätzlich seien die brennenden Stoffe aber giftig. Umweltalarm wurde nicht ausgelöst.

Die Ursache des Feuers und der entstandenen Rauchschwaden war nicht bekannt. Die Brandermittlungen starten erst, wenn keine Gefahr mehr besteht. „Eine Möglichkeit ist Selbstentzündung”, so Würzelberger. Konkrete Informationen lagen aber nicht vor.

Die Löscharbeiten dauerten zumindest bis in die frühen Abendstunden, die so genannten Nachlöscharbeiten werden mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die größte Schwierigkeiten für die Feuerwehrleute stellte der Wassernachschub dar. Drei Leitungen wurden angelegt, Tanklöschfahrzeuge fuhren immer wieder zum Brandherd. Die Fahrzeuge mussten danach allerdings wieder aufgefüllt werden.

Die niederösterreichischen Einsatzkräfte – rund 30 Freiwillige Feuerwehren – wurden auch von der Wiener Berufsfeuerwehr unterstützt, die mit zwei Großlöschfahrzeugen halfen. Diese haben ein Fassungsvolumen von je 9.000 Liter. Ein Betreuungscontainer mit sämtlichem notfallmedizinischem Equipment und Sauerstoff wurde vom Roten Kreuz zur Versorgung der Feuerwehrleute, die den Flammen nur mit schweren Atemschutzgeräten beikommen konnten, zur Verfügung gestellt. Verletzt wurde aber niemand.

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