Müllabfuhr wehrt sich gegen Ausgliederung

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Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) lehnt eine Privatisierung oder Ausgliederung von kommunalen Bereichen wie der Müllabfuhr, Kanal, Stadtgärten oder den städtischen Friedhöfen ab - "Kampf mit allen Mitteln".

Die Gewerkschaft hat entsprechende Vorschläge von Wiens Vizebürgermeister Sepp Rieder (S) laut dem GdG-Vorsitzenden Rudolf Hundstorfer mit „großer Empörung und Verwunderung“ zur Kenntnis genommen.

Rieder (S) hat in einem Interview mit der „Presse“ berichtet, dass über weitere mögliche Ausgliederung – wie sie im Energiebereich schon vollzogen wurden – im Rathaus nachgedacht wird. Diskutiert wird demnach über Strukturänderungen im Entsorgungsbereich.

Die GdG lehnt dies laut eigenen Angaben „vehement“ ab. „Wir werden diese Vorhaben mit allen uns zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln bekämpfen“, so Rudolf Hundstorfer in einer Aussendung am Freitag. Die Enttäuschung bei der GdG sei deswegen auch so groß, „weil man bisher gemeinsam mit der Wiener Stadtregierung gegen die vorliegende EU-Dienstleistungsrichtlinie und gegen die Vorschläge zur Daseinsvorsorge aufgetreten ist“.

Die Einrichtungen zur Grundversorgung seien ein „zu wertvolles Gut“, um sie an den meistbietenden Multikonzern zu verkaufen. Auch über den politischen Stil ist man bei der Gewerkschaft empört:
„Bisher war es in Wien üblich, die Sozialpartnerschaft aktiv zu leben. Anscheinend geht Vizebürgermeister Rieder nun einen anderen Weg und lässt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Gewerkschaft über die Medien geplante Schritte ausrichten.“

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