Mugabe zu Gesprächen mit Opposition bereit

Auf die Forderung der Afrikanischen Union (AU) nach Aufnahme eines Dialogs zwischen den politischen Lagern Simbabwes über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit hat Präsident Mugabe am Mittwoch offenbar zustimmend reagiert.
Mugabe bietet Gespräche an  

Mugabe sei nicht nur zu Gesprächen mit Oppositionsführer Tsvangirai bereit, sondern auch mit anderen Parteien, gab Informationsminister Sikhanyiso Ndlovu bekannt.

Tsvangirais Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) erklärte ihrerseits ihre Bereitschaft zu Gesprächen, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass diese zu Neuwahlen führen. Eine Regierung der nationalen Einheit wäre nicht Ausdruck des Willens des Volkes, sagte Tsvangirai am Mittwoch nach einer Vorstandssitzung seiner Partei in Harare. Der MDC-Chef hatte Ende März die Präsidentenwahl gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Aus der anschließenden Stichwahl hatte er sich angesichts der brutalen Gewalt gegen seine Anhänger aber zurückgezogen.

Der französische Außenminister Kouchner hatte namens der EU-Ratspräsidentschaft beim AU-Gipfel im ägyptischen Badeort Sharm el-Sheikh gesagt, die EU werde nur eine Regierung akzeptieren, an deren Spitze Tsvangirai stehe. Die Ratspräsidentschaft und die EU-Kommission seien sich einig, dass eine andere Staatsführung, die nicht das Ergebnis der ersten Runde der Präsidentschaftswahl vom 29. März berücksichtige, “unrechtmäßig” wäre.

Der südafrikanische Präsident Mbeki, der bisher zwischen Regierung und Opposition in Simbabwe vermittelt, lehnte die EU-Forderung am Mittwoch ab. Im staatlichen Rundfunk erklärte er: “Das aus dem Dialog hervorgehende Ergebnis muss ein Ergebnis sein, das von den Simbabwesen akzeptiert wird, und wir – und ganz bestimmt der afrikanische Kontinent – haben keine Vorgaben für das Ergebnis gemacht, das die Simbabwesen untereinander aushandeln müssen.”

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