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München und Wien: Bande beging Steuerbetrug mit Diesel-Kraftstoff in Millionenhöhe

Die betroffenen Tankstellen ahnten nicht, dass sie statt Diesel Rostschutzmittel erhalten hatten
Die betroffenen Tankstellen ahnten nicht, dass sie statt Diesel Rostschutzmittel erhalten hatten ©Bilderbox (Symbolbild)
Eine gemeinsame Aktion von deutschen und österreichischen Behörden brachte am Montag einen beachtlichen Fahndungserfolg. Sieben Personen hatten Rostschutz als Diesel deklariert - und damit einen Millionenbetrag ergaunert.

Es war ein Steuerbetrug in ganz großem Stil: Zollfahnder nahmen in Österreich und Deutschland am Montag sieben Personen fest. Die Bande soll aus Osteuropa Rostschutzmittel bezogen und dieses in Deutschland zu Diesel-Kraftstoff “umgewandelt” haben. Damit wurden in Österreich 2,2 Millionen Euro an Mineralöl- und in Deutschland 2,5 Millionen Euro an Energiesteuern hinterzogen, berichteten das Zollfahndungsamt München und das Finanzministerium in Wien am Mittwoch.

Diesel war in Wirklichkeit “RUST-Cleaner”

Die Beamten hatten die Täter seit mehreren Monaten überwacht, weil sie im Verdacht standen, unversteuerten Kraftstoff in Verkehr zu bringen. Die Beschuldigten im Alter von 29 bis 54 Jahren ließen “RUST-Cleaner” produzieren und nach Oberbayern transportieren. Dort wurde das Rostschutzmittel zwischengelagert, umdeklariert und zu Tankstellen im grenznahen Raum Österreichs als Kraftstoff zu üblichen Preisen abgegeben. Die Tankstellen wussten nichts von der “Umwandlung” des Diesel-Kraftstoffs, berichtete das Zollamt München.

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