Müde Nullnummer zwischen SKN und Ried

Ried nach 0:0 beim SKN weiter acht Punkte vor Schlusslicht.
Ried nach 0:0 beim SKN weiter acht Punkte vor Schlusslicht. ©APA/HERBERT P. OCZERET
Der SKN St. Pölten und die SV Ried trennten sich am 28. Bundesliga-Spieltag mit einem wenig sehenswerten 0:0. Für die Innviertler sicherlich ein gewonnener Punkt im Abstiegskampf. Die Niederösterreicher hingegen bleiben in der Qualifikationsrunde Schlusslicht mit zwei Punkten Rückstand auf Admira und acht auf Ried.

Der SKN St. Pölten sorgte schon eine Stunde vor Spielbeginn für den sprichwörtlichen Paukenschlag, als die Niederösterreicher Gerald Baumgartner als neuen Trainer präsentierten. Der 56-Jährige nimmt aber erst Mittwoch seine Arbeit auf. Sportdirektor Georg Zellhofer saß gegen Ried das letzte Mal als SKN-Interimstrainer auf der Betreuerbank und tauschte gegenüber der 1:2-Niederlage gegen die Innviertler vom Samstag gleich sechs Spieler aus und setzte diesmal auf ein 4-2-3-1-System mit Dor Hugy als Speerspitze. Ried-Coach Andi Heraf rotierte nur Thomas Reifeltshammer für Constantin Reiner in die Startelf und ließ gegen den Ball mit einem 5-3-2-System agieren.

Das erste Ausrufezeichen beim Spiel setzten die Rieder. Nach zehn Minuten musste sich SKN-Keeper Christoph Riegler gehörig strecken, um einen Schuss von Daniel Offenbacher aus dem langen Eck zu fischen. Die Niederösterreicher wurden ihrerseits erstmals nach 21 Minuten gefährlich, als Bayern-Leihgabe Taylor Booth einen Distanzschuss abgab, den Ried-Keeper Samuel Sahin-Radlinger gut abwehrte. Booth probierte es dann nach etwas mehr als einer halben Stunde noch mit einem Schupfer, der aber auf und nicht im Admira-Tor landete. Knapp vor der Pause gab’s dann Toralarm: Marco Grüll brachte Ried vermeintlich mit 1:0 in Führung, das Tor wurde aber wegen Abseits aberkannt. Die TV-Bilder belegten jedoch, dass das eine klare Fehlentscheidung vom Schiedsrichterteam war – Grüll war nicht aus dem Abseits gestartet.

Weiter wenig Sehenswertes

Auch in der zweiten Hälfte beschränkten sich die Rieder vornehmlich auf die Defensivarbeit und der SKN fand wenig Mittel dagegen. Negativer Höhepunkt war ein rüdes Foul von Marcel Ziegl gegen Alexander Schmidt, für das er aber „nur“ Gelb bekam. Die größte Chance der Niederösterreicher fand Ahmet Muhamedbegovic vor, der nach einem Eckball von Samuel Tetteh den Ball aus kurzer Distanz nicht Richtung Tor der Rieder schießen konnte (71). Zellhofer versuchte in der 88. Minute noch einmal alles, wechselte mit Daniel Schütz, Christoph Halper und Robert Ljubicic gleich drei neue Spieler ein. Das Trio konnte das Ruder aber auch nicht mehr herumreißen.

Bundesliga (28. Runde):

SKN St. Pölten – SV Ried 0:0

St. Pölten, NV Arena, unter Ausschluss der Öffentlichkeit SR: Christian-Petru Ciochirca

SKN St. Pölten: Riegler – Steinwender, Drescher (72. Majnovics), Luan, Muhamedbegovic – Luxbacher (88. Halper), Servania – Booth (88. Schütz), A. Schmidt, Tetteh (88. R. Ljubicic) – Hugy (55. Davies)

SV Ried: Sahin-Radlinger – Wießmeier, Lackner (89. Reiner), Reifeltshammer, Boateng, Lercher (90.+3 Gragger) – Bajic (90.+3), Ziegl, Offenbacher – Grüll, Nutz (74. Satin)

Gelbe Karte: Drescher (33. Foul), A. Schmidt (63. Foul) bzw. Ziegl (49. Foul)

Die Besten: Steinwender bzw. Reifeltshammer, Boateng

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