Moskau wirft Warschau Versäumnisse nach Smolensk-Unglück vor

Polens Präsident Kaczynski kam bei dem Absturz ums Leben
Polens Präsident Kaczynski kam bei dem Absturz ums Leben
Fünf Jahre nach dem Absturz der polnischen Präsidentenmaschine über dem russischen Smolensk werfen Ermittler in Moskau den Behörden in Warschau schwere Versäumnisse vor. Es gebe noch immer keine endgültige Entscheidung in dem Strafverfahren, weil die polnische Seite russische Fragen zur Aufklärung des Unglücks unbeantwortet lasse, sagte Wladimir Markin von der obersten Ermittlungsbehörde.


Bei dem Absturz der Maschine mit Staatschef Lech Kaczynski an Bord starben am 10. April 2010 alle 96 Insassen. Ungeklärt sehen die Russen die Rolle eines polnischen Piloten, der mit einem anderen Flugzeug vor der Präsidentenmaschine am 10. April 2010 in Smolensk gelandet war. Nach Darstellung von Markin hatte der Mann seine Kollegen in der Kaczynski-Maschine gleich zweimal mit der Bemerkung “Ihr könnt es versuchen!” zur Landung bei schlechtem Wetter ermuntert. Das Verhalten des Piloten werfe Fragen auf, sagte Markin.

Die Russen hatten wegen der schlechten Bedingungen eine Umleitung des Flugzeuges in die weißrussische Hauptstadt Minsk empfohlen. Markin betonte, dass auch das Flugzeugwrack erst an Polen übergeben werden könnte, wenn die Untersuchung abgeschlossen sei. Er wies Vorwürfe zurück, Russland verhindere die Rückgabe aus politischen Gründen.

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