Mordalarm in Kärnten: Frau aus Fahrzeug heraus auf offener Straße erschossen

Die Polizei hat eine Großfahndung eingeleitet.
Die Polizei hat eine Großfahndung eingeleitet. ©APA/GERT EGGENBERGER
Am Samstag ist in Kärnten eine Frau auf offener Straße erschossen worden. Die Polizei hat eine Großfahndung nach dem Täter eingeleitet. Gegen Mittag wurde bekannt, dass es auch ein zweites Opfer gab.
Bilder vom Tatort

In Drobollach am Faaker See (Gemeinde Villach) ist am Samstag in der Früh eine Frau auf offener Straße erschossen worden. Nach Angaben der Polizei saßen der oder die Täter bei der Schussabgabe in einem weißen Fahrzeug. Die Bluttat ereignete sich gegen 8.45 Uhr, über die Identität des Opfers gab es vorerst keine Informationen.

Polizei leitete Großfahndung ein

Die Polizei leitete eine landesweite Großfahndung ein, der Schwerpunkt lag vorerst auf dem Raum Faaker See/Villach. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, nicht "Polizei schauen" zu gehen, sondern zuhause zu bleiben. Das Motiv für die Tat war vorerst nicht bekannt.

Zweites Opfer in Wernberg getötet

Das Tötungsdelikt in Drobollach ist offenbar keine Einzeltat gewesen. Wie ein Polizeisprecher gegenüber der APA erklärte, war es knapp davor in Wernberg (Bezirk Villach-Land) zu einer weiteren Bluttat gekommen. Eine 62 Jahre alte Frau wurde getötet, allerdings nicht mit einer Schusswaffe. Die Ermittler gingen allerdings davon aus, dass es sich um denselben Täter handelt.

Danach dürfte der Täter mit dem Auto nach Drobollach gefahren sein. Warum er dort das 56 Jahre alte Opfer erschossen hat, war vorerst völlig unklar. Ein Kind hatte mit angesehen, wie die Frau auf offener Straße von einem Projektil getroffen wurde und am Gehsteig zusammenbrach.

Die Polizei fahndete zu Mittag landesweit nach dem Täter, der mit einem weißen Fahrzeug unterwegs war. Nahe den Grenzübergängen wurden Kontrollpunkte eingerichtet, auf den Autobahnen wurden die Fahrzeuge über die Kontrollplätze geleitet, auch der Polizeihubschrauber war im Einsatz. Über das Motiv für die beiden Bluttaten gab es vorerst keine Informationen.

Täter soll in Tarvis Selbstmord begangen haben

Der Mann, der am Samstag in der Früh in Wernberg und Villach zwei Frauen getötet hat, soll in Tarvis knapp hinter der österreichisch-italienischen Grenze Selbstmord begangen haben. Die Polizei konnte diese Information vorerst noch nicht bestätigen, da alle Ermittlungsschritte mit den italienischen Behörden abgestimmt werden mussten.

Täter erschoss sich auf Parkplatz in Tarvis

Der Mann, der am Samstag in Kärnten zwei Frauen getötet hat, ist anschließend nach Tarvis geflüchtet. Dort stellte er sein Auto auf einem Parkplatz ab. Als sich Polizisten dem Fahrzeug näherten, feuerte der Mann drei Warnschüsse ab. Die Beamten ließen sich davon aber nicht beirren, als sie weiter auf das Auto zugingen, erschoss sich der Mann.

Die italienische Polizei bestätigte auf Anfrage der APA, sie seien von ihren österreichischen Kollegen informiert worden, dass ein mutmaßlicher Mörder wahrscheinlich nach Italien flüchten wolle. Am Vormittag fiel den Tarviser Beamten das Auto auf dem Parkplatz nahe der Autobahn auf. Der Täter, es handelt sich um einen 60 Jahre alten Kärntner, schoss zuerst drei Mal in die Luft, bevor er Selbstmord beging.

(APA/Red)

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