Mord-Prozess: 94-Jähriger wollte Ehefrau "erlösen"

Ein 94-Jähriger Wiener wird am Donnerstag im Straflandesgericht wegen Mordes an seiner Ehefrau zur Verantwortung gezogen.

Der Staatsanwalt legt ihm zur Last, am 16. August 2007 der 83-Jährigen die Kehle durchgeschnitten zu haben, nachdem sie aus religiösen Gründen seinen Vorschlag abgelehnt hatte, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden. Beide waren gesundheitlich beeinträchtigt.

Dem früheren Berufschauffeur machten die Folgen einer Bypassoperation zu schaffen. Dass auch seine Ehefrau unter gesundheitlichen Problemen litt – sie war auf ein Gehwagerl angewiesen -, dürfte ihn zu der Idee eines gemeinsamen Suizids bewogen haben. Für seine Frau war das mit ihrem Glauben unvereinbar.

Darauf griff der Pensionist der Anklage zufolge zu einem Küchenmesser und brachte seine Frau ums Leben. Anschließend versuchte er, sich die Pulsadern aufzuschneiden, schaffte das aber nicht. Auch die Absicht, sich mit einem Schnitzelklopfer zu erschlagen, ließ sich nicht in die Tat umsetzen. Nach seiner Festnahme hatte er angegeben, er habe sich und seine Frau “erlösen” wollen.

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