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Mord: "Jemand muss den Täter gesehen haben"

Der Schmuck der Toten
Der Schmuck der Toten ©SID Burgenland
Die Ermittler im Burgenland hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung: "Jemand muss den Täter gesehen haben, als er zum Ort (wo die Leiche abgelegt und angezündet wurde, Anm.) fuhr und diesen wieder verlassen hat", betonte Oberstleutnant Norbert Janitsch vom Landeskriminalamt.
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Besitz der Toten

Anhand des Zeitpunkts der Rauchentwicklung sollte festlegt werden, wann genau die Frau mit einem Brandbeschleuniger übergossen und anschließend angezündet wurde. Außerdem setzte man auf Kooperation: “Wir versuchen jetzt, international zusammenzuarbeiten und alle Informationen und Hinweise zusammenzukratzen”, berichtete Janitsch weiter.

Obduktionsergebnis

Die etwa 50-jährige, 1,55 Meter große Tote sei laut Exekutive ein “europider” Typ. Die Naturhaarfarbe sei braun, die Haare hatte die Frau blond gefärbt. Die Leiche sei wahrscheinlich bereits am Dienstagvormittag erschlagen worden, hieß es.

Die Ermordete wies am linken Knie eine Y-förmige und am linken Unterbauch eine etwa vier bis fünf Zentimeter große OP-Narbe auf. Außerdem wurde am rechten Handgelenk eine kreuzförmige Narbe entdeckt. Die genaue Todesursache wurde laut gerichtlichem Obduktionsergebnis als “massive stumpfe Gewalt gegen den Kopf der Frau (Erschlagen)” bezeichnet. Zwischen dem Zeitpunkt des Todes und der Auffindung lagen demnach rund zehn Stunden.

70 Beamte auf Spurensuche

Die intensive Spurensuche und Befragung sei mit insgesamt etwa 70 Exekutivbeamten am Mittwoch im erweiterten Umfeld des Auffindungsortes durchgeführt worden, so die Polizei. Brauchbare Hinweise, verwertbare Spuren oder sonstige Erkenntnisse konnten zunächst nicht erbracht werden. Die Polizei bittet weiterhin um zweckdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.

BK: Noch keine Sonderkommission

Das Landeskriminalamt Niederösterreich wurde von den burgenländischen Kollegen zur Tatortarbeit hinzugezogen, um mögliche Parallelen zwischen den Fällen abzuklären. Das Bundeskriminalamt (BK) hat die operativen Fallanalytiker im Einsatz. Bevor eine Sonderkommission gebildet werde, müsse man die Ergebnisse der Ermittler an Ort und Stelle abwarten und bewerten, hieß es aus dem BK.

Ähnliche Morde: Ein Serientäter?

Die Leiche war am Dienstagvormittag an der Bundesstraße 10 entdeckt worden. Parallelen gibt es unter anderem zu dem Mord an der in Wien als Prostituierte registrierten Tschechin Katerina Vavrova. Im August 2007 fanden Radfahrer ihre Leiche an einer aufgelassenen Bahnstrecke in Asparn an der Zaya (Bezirk Mistelbach). Sie war mit Messerstichen getötet und angezündet worden.

Noch ähnlicher wirkt der Mord an der 24-jährigen bulgarischen Prostituierten Petya Filkova, die am 30. Mai 2010 bei Hohenruppersdorf (Bezirk Gänserndorf) gefunden wurde. Sie starb an einem Schädel-Hirn-Trauma, dass sie durch drei wuchtige Schläge mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf erlitten hatte. Das Opfer wurde im Weinviertel abgelegt, mit Benzin überschüttet und angezündet.

Bei zwei weiteren in Völkermarkt in Kärnten im Oktober 2008 bzw. im Jänner 2005 an der Südautobahn in der Steiermark gefundenen Frauenleichen steht die Identität der Opfer bisher nicht fest.

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