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Mord in Wien-Simmering: Verdächtiger festgenommen

Der Mörder des erschossenen Polens, der in seinem Wagen gefunden wurde, konnte nun ermittelt werden - Tatwaffe bei einem 21-Jährigem sichergestellt - Mord wegen 180 Euro.

Der am vergangenen Freitag in Wien-Simmering erschossen aufgefundene Pole Leszek Zygmunt ist offenbar einem Raubmord zum Opfer gefallen. Am Montag nahmen die Fahnder der Kriminaldirektion 1 seinen mutmaßlichen Mörder fest. Dabei handelt es sich um den 21-jährigen Senol K. aus Favoriten. In einem Lokal in Favoriten stellten die Ermittler auch die Tatwaffe sicher. Im Endeffekt musste der 34-Jährige wegen 180 Euro sterben, wie Major Roland Frühwirth von der KD 1 der APA mitteilte.

Zygmunt war am vergangenen Freitagnachmittag in der Rappachgasse auf dem Beifahrersitz seines Renault Laguna in der Rappachgasse erschossen aufgefunden worden. Die Ermittler erstellten ein Bewegungsprofil des Opfers in den letzten Stunden seines Lebens und kamen dabei auf ein Lokal in Favoriten, wo sich Zygmunt zumindest bis Mitternacht aufgehalten hatte. Unter den befragten Gästen befand sich auch der nun Festgenommene. Er machte sich durch falsche Angaben verdächtig.

Falsche Angaben

Der 21-jährige Senol K. hatte angegeben, dass Leszek Zygmunt in der Mordnacht auf vergangenen Freitag mit einem anderen Lokalgast zusammengesessen sei, der auffällig klein gewesen sei. Die Kellnerin und andere Befragte widersprachen dieser Darstellung: Die Ermittlungen ergaben, dass Senol K. und Zygmunt gemeinsam das Beisl verlassen hatten. Wiederum bei seinem Stammwirten wurde der 21-Jährige festgenommen.

Er zeigte sich laut Frühwirth geständig: Demnach fuhren Senol K. und Zygmunt im Wagen des Polen. Unterwegs gerieten sie laut dem Verdächtigen in Streit. Schließlich zog der 21-Jährige eine 6,35 mm Astra und erschoss Zygmunt. Mit einem Nachtbus fuhr Senol K. zurück in sein Stammlokal und deponierte die Tatwaffe im Toilettenbereich in einem Luftabzug. Der Inhaber des Beisls wusste nichts davon.

10.000 Euro Schulden

Die Ermittler halten es für möglich, dass Zygmunt gehofft haben könnte, seine gefälschten griechischen Reisedokumente loszuwerden. Solche waren bei dem Opfer im Wagen gefunden worden. Die Kriminalisten halten es für etwas naiv, wenn der 34-Jährige tatsächlich versucht haben sollte, griechische Dokumente, „die noch dazu schon viele Gesichter gesehen haben“, in türkischen Kreisen zu verkaufen.

Für den 21-Jährigen dürften seine akuten Geldprobleme das Motiv gewesen sein. Frühwirth: „Er ging in Wettbüros und hatte 10.000 Euro Schulden, die sein Gläubiger offenbar zurückhaben wollte.“ Seine Eltern dürften über den Werdegang des Sohnes – er hat bereits zwei Vorstrafen unter anderem wegen gefährlicher Drohung – entsetzt sein.

Weitere Straftaten nicht ausgeschlossen

Am Montag war in dem Mordfall noch ein Zusammenhang zwischen Zygmunt und zwei Verdächtigen, die seit einer Messerattacke auf einen Polizisten in Penzing am Pfingstwochenende gesucht werden, vermutet worden. Der Ermordete wohnte im selben Haus wie die gesuchten Rafael K., einem geflüchteten Strafgefangenen, und um den 22-jährigen Robert B.. Dieser Verdacht zerschlug sich jedoch. In dem Penzinger Fall gibt es Frühwirth zufolge keine neuen Erkenntnisse.

Die Polizei schließt nicht aus, dass Senol K. weitere Straftaten zur Geldbeschaffung – etwa Überfälle auf Wettbüros, Tankstellen oder Banken begangen haben könnte. Die Exekutive ersucht um Hinweise an die Kriminaldirektion 1 unter der Telefonnummer (01) 31310-36072 DW an den Journaldienst oder unter der Durchwahl 36120 an die Gruppe Unger.

Redaktion: Magdalena Zotti

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