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Mord in Balzers: Bank spricht von jahrelangen Erpressungsversuchen

Hermann habe die Bank jahrelang versucht zu erpressen.
Hermann habe die Bank jahrelang versucht zu erpressen. ©Landespolizei Liechtenstein/VOL.AT/Schwendinger
Vaduz (FL)- Nun äußerte sich auch die Bank Frick in einer Stellungnahme zum Mord an ihrem Geschäftsführer. Sie wirft Hermann jahrelange Erpressungsversuche vor, nachdem er mit seinen Klagen bei den Gerichten gescheitert war.
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In der auf der Internetseite des Bankhauses veröffentlichten Stellungnahme äußerte sich die Bank auch erstmals öffentlich zu den Konflikten mit Hermann. Der ehemalige Fondsmanager versuchte “trotz eindeutiger Faktenlage verschiedene Personen und Institutionen in Liechtenstein und der Schweiz” für den Zusammenbruch seines Fonds Hermann Finance verantwortlich zu machen.  Er verklagte das Fürstentum auf 200 Millionen, das Bankhaus Frick auf über 30 Millionen Franken. Auch den Geschäftsführer der Bank habe er persönlich verantwortlich gemacht.

Auf Klage folgte Erpressung

Die Privatbank betont, dass bisher alle Gerichtsinstanzen bis hin zum höchsten Gerichtshof Liechtensteins alle Klagen Hermanns abgewiesen haben. Aus der Sicht der Gerichte ist “eine schicksalhafte Verkettung von verschiedenen Umständen und Ereignissen” schuld am Scheitern des Fonds. Seit 2010 habe Hermann versucht, die Bank zu erpressen. Laut der Aussendung soll er damit gedroht haben, die Bank im Ausland anzuschwärzen, um der Bank “Schande, Image- und Finanzschaden, sowie maximalen Ärger[…] zu bereiten.”

Weitere Details angekündigt

Gegen Hermann waren aufgrund dessen Anzeigen und Verfahren wegen Drohung, Nötigung und schwerer Erpressung bei den liechtensteinischen Behörden anhängig. Im Rahmen der damit verbundenen Ermittlungen wurden 2012 mehrere Waffen im Hause Hermann konfisziert. Die Bank kündigte an, im Laufe des Tages weitere Details zur Vorgeschichte der Tat bekannt zu geben. Am Montagmorgen setzte Hermann die jahrelangen Drohungen um, der ermordete Geschäftsführer hinterlässt eine Familie mit drei Kindern. (VOL.AT)

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