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Moonrise Kingdom - Trailer und Kritik zum Film

Mit kruden Außenseitergeschichten und liebevoll ausgestatteten Tragikomödien hat sich Wes Anderson einen Namen gemacht. Von diesem Konzept weicht der US-Regisseur auch in seinem neuen Film "Moonrise Kingdom" nicht ab, der vergangenen Mittwoch die Filmfestspiele in Cannes eröffnet hat und unter anderem Bruce Willis, Edward Norton, Bill Murray, Frances McDormand und Tilda Swinton in mehr oder weniger tragenden Rollen präsentiert. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Im Zentrum stehen jedoch zwei jugendliche Außenseiter, die am Rande eines Pfadfinderlagers in den 1960er Jahren gegenseitig ihre missverstandenen Seelen retten. Ab Freitag läuft der Film auch in Österreichs Kinos.

Der Pfadfinder Sam Shakusky (Jared Gilman) ist Waisenkind und Kartografie-Experte, eloquent und altklug, nicht gerade beliebt, aber seit einer Schulaufführung von “Noahs Flut” in die depressive und etwas rabiate Raben-Darstellerin und Anwaltstochter Suzy Bishop (Kara Hayward) verliebt. Aus einer Brieffreundschaft entwickelt sich bald der verwegene Plan, das Sommerlager für einen gemeinsamen Fluchtversuch aus dem ungeliebten Umfeld zu nutzen. Während sich zwischen den beiden Außenseitern eine zarte Romanze entspinnt, zieht jedoch ein Hurrican über der Insel auf und die theatrale Flut droht Realität zu werden. Pfadfinder, Polizei und die Familie von Suzy machen sich alsdann auf die Suche nach den beiden Ausreißern.

“Moonrise Kingdom” – Wes Andersons missverstandene Seelenverwandte

Andersons Film ist – wie schon seine Vorgänger, etwa “Die Royal Tenenbaums”, “Life Aquatic with Steve Zissou” oder “Der fantastische Mr. Fox” – ein sympathisches Ausstattungsfest mit einem unheimlichen Gespür für Farben, einer Vorliebe für aberwitzige Kostüme und einer Freude am Einsatz ungewöhnlicher Musik. Und die Darsteller haben sichtlich Spaß an ihren Rollen: Bruce Willis als unglücklich verliebter Polizist, Edward Norton als wenig erfolgreicher Pfadfinderlagerleiter, Bill Murray und Frances McDormand als entliebtes Ehepaar, das wenig Verständnis für die Spinnereien der Tochter aufzubringen vermag. Und Tilda Swinton ist im blauen Umhang das personifizierte Jugendamt, wunderbar furchteinflößend und mit Hang zur Dramatik.

Dass Andersons Film im Wettbewerb von Cannes am Sonntag einen Preis davontragen wird, ist eher unwahrscheinlich. Aber der Film wird mit Sicherheit wieder seine Freunde an den Kinokassen finden, und für Fans stellt er einmal mehr einen Huldigungsgrund dar. Denn Anderson erzählt eine richtig gute Geschichte, konsequent aus der Perspektive der Jugendlichen und sorgsam in die Zeit eingebettet, so auch mit den Bedrohungen, mit denen ein elternloses Kind konfrontiert sein kann. Kein Wunder, dass man sich hier am liebsten auf einer einsamen Insel in die letzte Bucht zurückzieht und sich seine eigene Welt aufbaut, mit französischer Musik am tragbaren Plattenspieler und vielen Büchern mit weiblichen Helden, von denen es ohnehin nicht genug geben kann.

(APA)
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