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Monuments Men - Trailer und Kritik zum Film

In George Clooneys neuestem Werk wird eine Sondereinheit aus Kunsthistorikern am Ende des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland geschickt, um die größten Meisterwerke der Kunst vor den Nazis zu retten. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Hollywoodbeau George Clooney verfilmte die wahre Geschichte der “Monuments Men” (ab Donnerstag im Kino) mit unzähligen Stars, doch im Gegensatz zu den einstigen Helden ist ihm kein Erfolg beschert.

Monuments Men: Die Geschichte

Bei der Uraufführung der Tragikomödie, die nie wirklich abheben will, zelebrierte Clooney im Rahmen der Berlinale vergangene Woche zwar demonstrativ gute Laune, doch die großteils negativen Kritiken und die vereinzelten Buhrufe dürften dem 52-jährigen Festivalliebling, der sich selbst in der Hauptrolle besetzte, nicht entgangen sein – ebenso wenig wie seinen Co-Stars Matt Damon, Bill Murray, John Goodman, Jean Dujardin oder Cate Blanchett.

Clooney bettete den Film in zwei Vorträge seiner Figur, des Historikers George Stout, vor US-Präsident Franklin D. Roosevelt, in denen er den Rahmen der Aktion erläutert. Er sucht sich, gleichsam in “Ocean’s Eleven”-Manier, seine Truppe zusammen, die alsbald ein Basistraining absolviert und nach Europa geschickt wird, um sich dort nicht zuletzt gegen Widerstand aus den eigenen Reihen durchzusetzen. Was ist also schiefgelaufen?

Bis zum Schluss dürfte Clooney nicht ganz klar gewesen sein, wie er mit der absurden Mission der als Soldaten völlig ungeeigneten Kunsthistoriker umgehen soll. So wechselt die Perspektive ständig zwischen dem Blick auf die Kuriosität der Aktion und dem wichtigen Einsatz im Dienste der Menschheit, die Stimmung schwankt teils unvermittelt zwischen leichter Unterhaltung und großer Geste, die Männer, die er würdigen will, geraten zu Karikaturen.

Monuments Men: Die Kritik

Der Regisseur und Mitautor des Drehbuchs vereinfacht und verharmlost, sodass die abenteuerliche Schatzsuche, die auf dem gleichnamigen Buch von Robert M. Edsel und Bret Witter basiert, zu einem “A-Team auf der Jagd nach Nazibeute” (“New York Times”) wird. Das Buch, das im österreichischen Residenz-Verlag übersetzt erschienen ist, hatte dagegen einen spektakulären Rettungseinsatz von Kunstexperten skizziert.

Zum Schutz vor Bombenangriffen hatten deutsche Museen und Archive ihre Sammlungen in Salzbergwerke oder Bunker ausgelagert. Diese Schätze sollten die Mitglieder der “Monuments, Fine Arts and Archives Section” (MFAA) aufspüren. Doch es fehlte der MFAA an allem – an Geld, Personal, Transportmitteln und Befugnissen. So blieben die wenigen “Monuments Men” weitgehend Einzelkämpfer, angewiesen auf den guten Willen der Kommandierenden.

Eine der heißesten Spuren führte die Männer zum Salzbergwerk ins steirische Altaussee, das auch im Film zum Showdown herangezogen wird. Hier lagerten laut geheimen Inventarlisten u.a. mehr als 6.500 Gemälde, knapp 1.000 Grafiken und 137 Plastiken, deren Zerstörung verhindert werden konnte. Warum es dem Film dennoch nicht wirklich gelingt zu vermitteln, dass die “Monuments Men” tatsächlich Helden waren, ist am Ende nur eine von vielen offenen Fragen.

(APA)

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