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Monstergeschnetzeltes für PSP

Eigner von Sonys Handheld haben es zur Zeit so gut wie nie: Schlag auf Schlag erscheinen tolle neue Games für die PSP. Aktuelles Beispiel dafür ist "The Warrior Code".

Wenn „The Warriors Code“ auch nur ein Sequel zum im Herbst erschienenen „Untold Legends“ ist, und das Rad nicht neu erfunden wurde, lohnt es für Fans des Genres.

Hack and Slay nennt sich eine Art von Games, die in ihren Grundzügen auf das altehrwürdige „Diablo“ aus dem Hause Blizzard zurückgehen. Wenngleich das große Vorbild im Vergleich zu Untold Legends auch stimmiger, da storylastiger daherkommt. Aber Untold Legends soll auch nicht allzu viel spielerische Tiefe bieten, das spaßige Metzeln von allerlei Monstern und pimpen des Spielecharakters in Form von Waffen, Rüstungen und fetten Zaubersprüchen steht klar im Vordergrund. Ein Konzept, wie geschaffen für die PSP eben. So lässt sich mal eben zwischendurch ein Level von Monstern säubern, auf der Fahrt zur Arbeit am Morgen.

Doch banal ist The Warriors Code deswegen beileibe nicht: Eine hübsche gerenderte Introsequenz lädt zum Erstellen des Spielchars ein. Mit Wächter, Söldner, Späher, Jünger und Schleicher hebt sich das Sequel vom Grundspiel ab. Optisch darf gefeilt werden, obwohl das im eigentlichen Spiel dann kaum noch auffällt, aus der übersichtlichen Iso-Perspektive. Nach der Vergabe von Haut- und Haarfarbe sowie hoffentlich stimmigem Fantasynamen geht’s um die die Verteilung der Fertigkeitenpunkte – ebenso wie im großen Vorbild Diablo. Und schon ist man mittendrin im Geschehen.

Wie bereits im Urspiel ist The Warriors Code streng linear, das heißt, es gibt nur einen Weg, die Hauptaufgabe zu bestreiten. Mehr Geschnetzel als RPG eben. Im Tutorial lernt man rasch die erforderlichen Tastendrücke und legt zwei Bosse aufs Kreuz. Bei ihrem Ableben lassen die Monster allerlei nützliches wie Geld, Waffen und sonstige Ausrüstung fallen. Was nicht benötigt wird, kann beim Händler versilbert werden. Durch die Kämpfe gibt es Level Ups, bei denen der Held/die Heldin stärker, schlauer, flinker werden, Fertigkeitenpunkte können vergeben werden. Lustig: Abgenippelte Gegner hinterlassen blaue Energiekugeln, hat man genug davon aufgesammelt, mutiert man auf Knopfdruck kurzfristig zur ultimativen Kampfmaschine.

Technisch kommt The Warriors Code geringfügig besser als das Urspiel daher, die Effekte rocken, die Texturen und Animationen sind sauber, die Menüs intuitiv und übersichtlich. Die Steuerung ist ebenfalls gut gelöst, wer ein ähnliches Game schon einmal gezockt hat, wird mit The Warriors Code keine Mühe haben. Toll fand ich, dass Dialoge nun vertont wurden, das hebt die Atmosphäre. Die Gamemusik überzeugt, auch die Tonsamples beim Kämpfen. Letzendlich ist der Umfang für ein PSP-Spiel ordentlich und den Vollpreis wert.

Ich kann eigentlich nur jedem, der Untold Legends besaß und zockte, zum Nachfolger raten. Wer das Urspiel noch nicht kannte, soll gleich zum Sequel greifen, der erfindet das Rad nämlich nicht neu, sondern übernimmt bewährtes und macht einiges besser. Ob Untold Legends „The Warriors Code“ nun ein Kaufgrund für die PSP ist, kann ich nicht sagen. Es ist ein gutes Spiel, – wenn eben halt auch kein Diablo… *seufz*

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