Modische Tops und Flops

Gerade waren sie noch IN: sexy Korsagen, hautenge Shiftkleider, tulpenförmige Röcke, romantische Schleifen und Spitze. In der Saison Herbst/Winter 2007/08 landet man damit nur mehr einen Flop.

Angesagt sind jetzt: die Farbe Grau, schmale Strickkleider, breite Taillengürtel, Cardigan-Mäntel, Wickel-Look und faltbare Clutch-Bags. Groß im Kommen sind Hüte.

Ein „neuer Minimalismus“, den manche Beobachter in der aktuellen Mode schon ausgemacht haben wollten, droht nicht. „Der Minimalismus gefällt auch den Männern nicht. Und keine Frau will herumlaufen und die Männer vor den Kopf stoßen“, sagte der italienische Großmeister der Eleganz, Valentino, unlängst in einem Interview mit der Vogue. Er sieht in dieser strengen, nihilistischen Modeströmung gar einen Versuch, „die Frauen zu beleidigen“. Diese Gefahr ist vorerst abgewendet. Stattdessen stehen die Zeitzeichen auf formvollendete Eleganz.

Die Hüfthose hat im Erwachsenensektor endgültig ausgedient. Der neue Hosenschnitt ist taillenhoch. Ob lässig-weite Marlene-Hosen oder knallenge Röhrenjeans, entscheidet die Trägerin nach Lust und Laune. Schmale Silhouetten bei Mänteln und Kostümen wirken feminin. Kleider sind nach wie vor top. Frauen hätten gemerkt, dass sie mit einem Kleid im Handumdrehen gut angezogen sind, erklären sich Experten den anhaltenden Trend.

Die glamouröseste Modeströmung ist der an den Hollywood-Diven von damals orientierte Vierziger-Jahre-Look mit Schulterpolstern und stark betonten Taillen. So viel ungezähmte Weiblichkeit setzt makellose Schnitte voraus: eng am Bein anliegende Zigarettenhosen, kurze Bleistiftröcke und überlange, kurvenbetonende Abendmäntel. Dazu passen auch die trendigen superbreiten Lackledergürtel besonders gut, ebenso wie Strümpfe mit Naht.

Bequeme Alternative ist der wiederentdeckte Lagen-Look: Wickelelemente und Layering – Kleid über Jeans, Leggins unterm kurzen Rock, Kurzjacken zu überlangen Pullis – sind heiße Themen für kühle Herbsttage. Mode mit Volumen, die in der kalten Jahreszeit praktischerweise einhüllt wie ein Kokon. Wichtige Elemente dabei sind Tunika und Kitteltop, voluminöse Stricksachen und Lederstiefel.

Neben Schwarz und vor allem Grau, die die bisherigen Textil-Favoriten Silber, Cremeweiß und Nude ein wenig zurücktreten lassen, locken vitale Farben: Blickfänge sind kräftige Töne wie Bernstein, Kanariengelb, Tabak, Bau, Smaragdgrün und Rubinrot.

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