Modegruppe Gianfranco Ferre sucht Käufer

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Die italienische Modegruppe Ferre, die nach dem Tod des Firmengründers und Stardesigners Gianfranco Ferre vor drei Jahren eine schwierige Phase erlebt hat, ist nach der Pleite seines Hauptaktionärs, der börsennotierten IT Holding, auf der Suche nach einem neuen Besitzer. Ferre steht seit dem Konkurs der IT Holding unter Aufsicht eines Sonderverwalters.

IT Holding war Anfang 2009 unter einem Schuldenberg von 295,4 Mio. Euro zugrunde gegangen. Bis 6. Juli haben Interessenten Zeit, um dem Sonderverwalter von IT Holding ein verbindliches Angebot für die Ferre-Gruppe vorzulegen, berichteten italienische Medien am Donnerstag.

Dabei hatte das Mailänder Unternehmen für seinen Neubeginn nach dem Tod des Firmengründers Gianfranco Ferre im Juli 2007 hart gekämpft. Mit 400 Boutiquen und einem Jahresgewinn von 94 Millionen Euro war Ferre die Spitzenmarke von IT Holding, die unter der Kontrolle des süditalienischen Modeunternehmers Tonino Perna stand.

Trotz der Pleite des Mutterkonzerns und der Krise hat Ferre im vergangenen Jahr eine neue Expansionsphase mit Schwerpunkt Osten gestartet. Ferre ist bereits in Moskau und in Jekaterinburg präsent. Auch die Expansion in die Ukraine hat der Konzern mit einem Shop in der Hauptstadt Kiew unternommen.

Die neue Expansion ist unter anderem der erfolgreichen Strategie der Geschäftsführerin Michela Piva zu verdanken, die im November 2007 das Ruder des Unternehmens übernommen hat und kürzlich im Amt bestätigt worden ist. Nach dem Tod des Firmengründers hat das Designerduo Roberto Rimondi und Tommaso Aquilano die kreative Leitung des Unternehmens übernommen und dem Modehaus neuen Schwung verliehen.

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