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Mitterand soll Vergewaltiger unterstützt haben

Der wegen seiner literarisch verarbeiteten Sextourismus-Erlebnisse in Asien unter Druck geratene französische Kulturminister Frederic Mitterrand sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Französische Medien berichteten am Samstag, Mitterrand habe sich im März für zwei junge Vergewaltiger eingesetzt. Diese hatten gemeinsam eine 16-Jährige vergewaltigt.

In einem Brief an das Gericht schrieb der Neffe des verstorbenen Staatspräsidenten Francois Mitterrand, die Angeklagten verfügten über ein solides familiäres Umfeld, das ihnen einen Neuanfang unter guten Bedingungen ermöglichen werde.

Die mittlerweile zu acht Jahren Haft verurteilten Brüder sind die Kinder einer Maskenbildnerin, die Mitterrand während seiner Zeit als Mitarbeiter des Fernsehsenders France 2 betreut hatte. “Ich habe mich um diese Frau und ihre Söhne gekümmert, wie ich mich auch um andere Personen gekümmert habe, die meine Hilfe brauchten”, erklärte der 62-Jährige gegenüber der Sonntagszeitung “Le Journal du Dimanche”. Er habe lediglich die Anständigkeit der Familie bezeugt. Die Maskenbildnerin habe ihn Jahre zuvor um die Patenschaft für einen ihrer Söhne gebeten. “Ich bin empört, dass man mich wegen dieser Affäre verfolgt”, betonte Mitterrand.

Mitterrand steht seit Tagen unter Beschuss. Anlass ist zum einen seine öffentliche Unterstützung für den derzeit in der Schweiz wegen sexuellen Missbrauchs in den USA vor über dreißig Jahren inhaftierten Starregisseur Roman Polanski. Zum anderen wird er wegen Schilderungen in seinem bereits 2005 erschienenen Buch “La mauvaise vie” (Das schlechte Leben) kritisiert. Darin schilderte er seine Faszination für Homosexuellen-Bordelle in Thailand.

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