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Mitarbeiter der Wiener Linien zweigte 300.000 Euro ab: "Es war eine blöde Idee"

Ein 52-jähriger Mitarbeiter der Wiener Linien zweigte jahrelang Geld ab und wurde nun verurteilt.
Ein 52-jähriger Mitarbeiter der Wiener Linien zweigte jahrelang Geld ab und wurde nun verurteilt. ©Wiener Linien
Über mehrere Jahre zweigte ein Buchhalter der Wiener Linien Geld ab. Nun wurde er im Straflandesgericht zu zeieinhalb Jahren Haft, davon zehn Monate unbedingt, verurteilt.
Mitarbeiter in U-Haft

Der 52-jähriger Wiener Linien-Mitarbeiter zweigte seit 2005 Gelder ab, indem er die Beträge auf sein Sparbuch überwies. Im heurigen Frühjahr flog der Betrug auf, nachdem er sich 300.000 Euro auf das Sparbuch überwiesen hatte.

“Es war von mir a blöde Idee”: 300.000 Euro abgezweigt

 “Es war von mir a blöde Idee, dass ich das gemacht habe”, ereilte den Angeklagten späte Schuldeinsicht. Nach seiner Scheidung hatte er sich mit der neuen Lebensgefährtin ein Haus gekauft und sich dabei finanziell übernommen. Zur Linderung seiner Schulden habe er sich daher “diese Beträge übertragen”. Schwierigkeiten mit der Innenrevision oder sonstigen Kontrollmechanismen gab es keine, erklärte der Buchhalter: “Es ist irgendwie so leicht gewesen, darum habe ich nicht mehr aufhören können.”

Wiener Linien-Mitarbeiter entwickelte Spielsucht

Als er auch noch ein Alkoholproblem und eine Spielsucht entwickelte, erhöhte sich der Geldbedarf: “Ich bin in einen Teufelskreis geraten: Trinken, spielen, Geld überweisen.” Mit dem Urteil waren er und sein Verteidiger Christian Werner einverstanden. Der Staatsanwalt gab vorerst keine Erklärung ab.

(APA)

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