"Misión imposible" für Austria in Champions League

Stürmer Roman Kienast will in Madrid treffen
Stürmer Roman Kienast will in Madrid treffen
Auf die Austria wartet am Mittwoch in Spanien die von der Papierform her unlösbarste Aufgabe des Abenteuers Champions League. Österreichs Meister gastiert am 4. Spieltag der Gruppe G bei Atletico Madrid, dem Team der Stunde im Land des Welt- und Europameisters. In den ersten drei Partien der Königsklasse haben die Madrilenen dreimal gewonnen, Sieg Nummer vier würde den Achtelfinal-Einzug bedeuten.


Die Wiener haben sich bis dato immerhin größtenteils gut verkauft und mit dem 0:0 in St. Petersburg auch einen Punkt erobert – auf den ersten Treffer in der Königsklasse wartet die Truppe von Trainer Nenad Bjelica aber noch. Die offensive 0 steht nach 270 gespielten Minuten nur noch bei zwei der 32 Teams in der Gruppenphase der Champions League. Neben der Austria wartet in Gruppe C auch noch Anderlecht (am Dienstag in Paris im Einsatz) auf den ersten Torjubel.

“Es wird sehr schwer. Aber wir werden es mit Disziplin, Einsatz, Organisation und einem guten Spiel versuchen. Vielleicht haben wir das Glück auf unserer Seite”, meinte Trainer Bjelica vor dem Abflug in seine zweite Heimat, in der er sechs Jahre als Spieler aktiv war, am Dienstag in der Früh.

An seinem sportlichen Ehrgeiz ändert auch der scheinbar übermächtige Gegner mit dem namhaften Stürmerduo David Villa/Diego Costa nichts: “Ich will jedes Spiel gewinnen, auch das in Madrid. Das ist der Druck, den ich mir selbst mache. Und diese Einstellung erwarte ich auch von meiner Mannschaft.” Hoffnung gibt den Austrianern, dass sie in der laufenden Saison ihre beiden Überraschungscoups gegen Dinamo Zagreb (2:0) und Zenit St. Petersburg (0:0) jeweils auswärts gelandet haben.

Minimalziel gegen den überlegenen Gruppenersten ist ein Remis und vor allem das Erzielen des ersten Tores. “Ich hoffe, dass uns in Madrid unser erstes Tor gelingt”, sagte Bjelica. Erster Kandidat darauf dürfte Roman Kienast sein. Und damit jener Mann, der mit seinem späten Tor im Qualifikations-Heimspiel gegen Zagreb die Türe zur Gruppenphase erst aufgestoßen hat. Mittlerweile hat sich Kienast vom Joker zur Nummer eins im Austria-Angriff hochgedient, denn Philipp Hosiner ist bei Bjelica in Ungnade gefallen.

“Natürlich ist es unser Ziel, das erste Tor zu machen. Wer es dann schlussendlich erzielt, ist aber völlig egal”, meinte Kienast, der sich am Sonntag mit drei Treffern beim 3:0 in Wr. Neustadt für Atletico warm geschossen hat.

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