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Ministerpräsident für kirchliche Homo-Hochzeit

„Ich kann mir schwer vorstellen, dass Gottes Verhältnis zu Schwulen und Lesben angespannter wäre als zu allen anderen", sagte Rasmussen im Wochenblatt „Soendagsavisen".

„Aber Politiker dürfen sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Kirche einmischen”, fügte er hinzu. Als evangelisches Kirchenmitglied meine er aber, die Gleichbehandlung von Homosexuellen und Heterosexuellen sei „gerecht”. Rasmussen betonte, er habe lediglich seine persönliche Meinung geäußert, wobei es schwierig sei, die Person des Ministerpräsidenten von der Privatperson zu trennen.

Der Bischof von Roskilde, Jan Lindhart, nannte Rasmussens Äußerungen „mutig”. Er selbst habe nichts gegen eine kirchliche Trauung von Homosexuellen einzuwenden. „Aber meine Kollegen sind weit davon entfernt, meine Meinung zu teilen”, sagte Lindhart der Boulevardzeitung „Ekstra Bladet” (Montagsausgabe). Jesper Langballe, Abgeordneter der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei, sagte dem Blatt, der Regierungschef hätte besser „den Mund halten sollen”. „Er hat eine riesige politische Dummheit begangen. Ich bin schockiert von seinen Ansichten, die unglaublich dumm und unter seiner Würde sind.”

Dänemark hatte 1985 als erster Staat die zivile Homo-Ehe als „eingetragene Partnerschaft” eingeführt. Seitdem wird unter Homosexuellen und innerhalb der evangelisch-lutherischen Staatskirche kontrovers diskutiert, ob es Schwulen und Lesben erlaubt werden soll, sich in der Kirche das Ja-Wort zu geben. 1997 einigten sich die elf Bischöfe des Königreichs auf einen Kompromiss, wonach Pastoren einer Homo-Ehe den Segen erteilen dürfen. Die Paare werden jedoch nicht ins Kirchenregister eingetragen. Auch die Frage, ob die Heiratswilligen den Partner oder die Partnerin „zum Ehemann” oder „zur Ehefrau” nehmen wollen, wird nicht gestellt.

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