Mindestsicherung: SOS-Kinderdorf befürchtet schwerwiegende Folgen

Irene Szimak beichnet die neue Mindestsicherung als "Schande für Österreich".
Irene Szimak beichnet die neue Mindestsicherung als "Schande für Österreich". ©APA/Barbara Gindl
Irene Szimak von SOS-Kinderdorf Österreich befürchtet schwerwiegende Folgen für die soziale Lage im Land durch das neue Sozialhilfe-Gesetz.

Die Präsidentin von SOS-Kinderdorf Österreich, Irene Szimak, sieht durch das neue Sozialhilfe-Gesetz der türkis-blauen Bundesregierung schwerwiegende Folgen für die soziale Lage im Land. “Die Auswirkungen für von Armut bedrohte Kinder werden langfristig dramatisch sein. Das ist eine Schande für Österreich als eines der reichsten Länder der Welt”, sagte Szimak im Gespräch mit der APA.

Mindestsicherung: Kinder seien die Leidenden

“Es trifft vor allem viele Mehrkinderfamilien, die eh schon strampeln müssen”, kritisierte Szimak die Mindestsicherungsreform, die am Donnerstag im Nationalrat beschlossen werden soll. Die Familien würden dadurch in Bedrängnis bzw. in schwierige wirtschaftliche Situationen geraten, und: “Die Kinder sind die ersten, die darunter leiden müssen, wenn etwa an Bildung und Gesundheitsversorgung gespart wird”.

Generell zeigte sich die Präsidentin und Aufsichtsratsvorsitzende alles andere als angetan von der Sozialpolitik der Regierung. Sie habe “nicht den Eindruck, dass die Unterstützung von Kindern ganz oben auf der Liste der Politik der Bundesregierung steht”. “Das bedauern wir”, so Szimak. Es wäre ganz wichtig, den “Blick darauf nicht zu verlieren”, denn: “Die Kinder sind ja schließlich unsere Zukunft”. Man müsse ihnen ein “wirtschaftlich abgesichertes Großwerden” ermöglichen – und zwar allen Kindern.

(APA/Red)

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