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Mindestsicherung: Immer weniger Bezieher in Wien

WEniger Menschen beziehen MIndestsicherung in Wien.
WEniger Menschen beziehen MIndestsicherung in Wien. ©APA
In Wien lebten im August 129.555 Menschen von Mindestsicherung. Das sind rund 14.000 weniger als im Vorjahr.

Die Zahl der Mindestsicherungsbezieher in Wien sinkt. “Ich bin natürlich sehr zufrieden, dass es eine rückläufige Entwicklung ist”, sagte Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, bei der er den ersten Jahresbericht zur Mindestsicherung präsentierte.”Wir sind damit erstmals unter den Werten von 2015. Vor der Flüchtlingswelle gab es mehr Bezieher als wir derzeit haben”, sagte die Leiterin der zuständigen MA 40, Agnes Berlakovich. Das zeige, dass die Wiener Mindestsicherung funktioniere: “In Krisenzeiten bietet sie Schutz, in Zeiten der guten Konjunktur gehen die Zahlen zurück.”

Mehr Bezieher im Jahr 2017

Insgesamt haben im Jahr 2017 195.238 Menschen Leistungen aus der Mindestsicherung bezogen. Das ist ein Prozent mehr als im Jahr davor. “2017 hatten wir ein sehr spannendes Jahr”, berichtete Berlakovich: “Im ersten Quartal hatten wir die Höchstzahl an Beziehern erreicht, die es je in der Geschichte der Sozialhilfe gegeben hat. Aber 2017 war auch ein Jahr, in dem es eine Trendumkehr gegeben hat.” Seit dem vierten Quartal 2017 gebe es einen sichtbaren Rückgang der Bezieherzahlen, der sich im ersten Halbjahr 2018 beschleunigt fortgesetzt habe.

Nur 13 Prozent erhalten volle Höhe

Hacker ging auf “eines der größten Missverständnisse” in Bezug auf die Mindestsicherung ein: Nur 13 Prozent der Bezieher würden die volle Höhe erhalten, für den Großteil sei sie eine sogenannte Ergänzungsleistung – zum Arbeitslosengeld, zur Pension oder zum Einkommen. In Bezug auf eine österreichweite Vereinheitlichung der Mindestsicherung zeigte er sich grundsätzlich offen, betonte allerdings: “Nichts und niemand wird uns in Wien jemals zwingen können, Kinder in Armut zu schicken.”

Für das heurige Jahr wurden 659 Mio. Euro für die Mindestsicherung budgetiert. “Wir gehen davon aus, dass wir diesen Voranschlag einhalten werden”, sagte Berlakovich. Im Jahr 2017 beliefen sich die Ausgaben auf 680 Mio. Euro. Für 2019 sind 658 Mio. Euro geplant.

(APA/red)

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