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Mindestens neun Tote bei Gefechten in Medellin

In Kolumbien sind bei Gefechten zwischen Guerillas und Sicherheitskräften mindestens neun Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder.

Bei schweren Gefechten zwischen Sicherheitskräften und vermutlich linksgerichteten Guerillakämpfern sind in der kolumbianischen Stadt Medellin mindestens neun Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder. Die Gefechte am Dienstag wurden von einer Razzia hunderter Soldaten und Polizisten in einem Slum am Rande der zweitgrößten Stadt des Landes ausgelöst, bei der auch Hubschrauber eingesetzt wurden. Bei den anderen sieben Todesopfern handelt es sich nach Angaben von General Mario Montoya um Rebellen.

Anwohner berichteten jedoch, einer der Getöteten sei ein alter Mann gewesen. Der Chef der Zivilverteidigung von Medellin, Alejandro Usuga, erklärte, mindestens 37 Sicherheitskräfte und Rebellen seien verletzt worden. Nach Angaben von General Montoya wurden 31 mutmaßliche Rebellen festgenommen. Bei ihnen soll es sich um Angehörige der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und der kleineren Rebellenorganisation Nationale Befreiungsarme (ELN) handeln.

Für den Tod von 119 Zivilisten, die am 2. Mai bei Gefechten zwischen linken Rebellen und rechten Milizen in einem entlegenen Dorf im Nordwesten des Landes getötet wurden, weist die UNO der kolumbianischen Regierung eine Mitverantwortung zu. Die Hauptschuld an dem Massaker trügen die FARC, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht einer UNO-Menschenrechtsdelegation. Mitverantwortung trügen aber auch die rechtsgerichteten paramilitärischen Einheiten, die in den Ort eingedrungen seien und das Gefecht provoziert hätten, und die Regierungstruppen, weil sie die rechten Milizen nicht am Eindringen in den Ort gehindert und Hinweise auf eine bevorstehende Tragödie missachtet hätten.

Bereits mehrere Tage vorher hatten die UNO-Mission und kolumbianische Menschenrechtsaktivisten in Schreiben die Regierung und die Armee ersucht, Truppen in das Gebiet zu entsenden, um die Kämpfe zwischen den linken Rebellen und den rechten Milizen zu verhindern. Es wurden jedoch keine Soldaten entsandt.

Die Menschen wurden getötet, als eine Brandbombe in eine Kirche einschlug. Die Dorfbewohner hatten in der Kirche vor den Gefechten Zuflucht gesucht. Die FARC haben bereits eingeräumt, dass ein von ihren Kämpfern abgefeuertes Geschoss die Kirche irrtümlich getroffen habe. Der Vorfall zählt hinsichtlich der zivilen Opfer zu den schlimmsten in dem seit 38 Jahren anhaltenden Bürgerkrieg in dem südamerikanischen Land. Der kolumbianische Präsident Andres Pastrana hatte die Vereinten Nationen um eine vollständige Klärung des Vorfalls gebeten.

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