Mindestens 17 Tote bei Unwettern auf Sizilien

Schlammmassen in Süditalien
Schlammmassen in Süditalien ©APA (epa)
Bei schweren Unwettern und Schlammlawinen in Süditalien sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen und hunderte weitere verletzt worden. Mindestens 35 Personen gelten nach Überschwemmungen und Erdrutschen als vermisst, wie der Krisenstab der Behörden im Osten Siziliens mitteilte. Da einige Gegenden der Insel zunächst nicht zugänglich waren, rechneten die Behörden mit weiteren Opfern.
Italien versinkt im Schlamm

Zwei der Toten, ein 40 und ein 70 Jahre alter Mann, seien von Schlamm und Müll bedeckt südlich von Messina gefunden worden, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Die Gegend um Messina sei am stärksten von den Unwettern betroffen. Nach Behördenangaben fielen innerhalb von nur drei Stunden 250 Millimeter Niederschlag. In manchen Ortschaften türmte sich der Schlamm nach Angaben von Augenzeugen bis zu sieben Meter hoch. Die Behörden riefen den Notstand aus.

Die meisten Toten und Schwerverletzten wurden aus zwei Gebäuden geborgen, die von einer Schlammlawine erdrückt wurden, wie ein Sprecher des Zivilschutzes sagte. Das Ausmaß der Zerstörungen war nach Einschätzung der Behörden vorerst “unkalkulierbar”.

Nach einem Erdrutsch waren die Autobahn südlich von Messina und die Eisenbahnstrecke zeitweise nicht passierbar. Mehr als 60 Verletzte konnten nicht auf dem Landweg ins Krankenhaus gebracht werden, sondern mussten zunächst zum Strand und von dort mit Booten zum Hafen von Messina gebracht werden. Die Schwerverletzten wurden mit dem Hubschrauber weiter in die Kliniken geflogen.

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