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Milosevic-Prozess wird fortgesetzt

Mit dem Hauptaugenmerk auf Völkermord wird der Prozess fortgesetzt. Die Ankläger des UNO-Tribunals wollen Milosevic wegen der mehr als 200.000 Toten zur Verantwortung ziehen.

Sie wollen nicht nur nachweisen, dass ein Völkermord stattgefunden hat, sondern auch, dass Milosevic diesen wollte. In den bisher 281 Prozesstagen ging es vor allem um seine Rolle im Kroatien-Krieg und im Kosovo-Konflikt. Hier wirft ihm die Anklage Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Wegen der anhaltenden Gesundheitsprobleme von Milosevic finden die Verhandlungen seit einiger Zeit nur noch an drei Werktagen statt. Dies bedeutet auch, dass die Anklage bis ungefähr Ende Februar die Präsentation der Beweise für die Kriegsverbrechen im Kosovo, Bosnien- Herzegowina und Kroatien abschließen dürfte.

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