"Milliyet": 42.000 Tote im Kurden-Konflikt

Im Kurden-Konflikt sind in der Türkei in den vergangenen 25 Jahren mehr als 42.000 Menschen getötet worden. Mehr als 29.700 der Getöteten würden in einer amtlichen Statistik der kurdischen PKK zugerechnet, berichtete die Zeitung "Milliyet". In den Reihen von Polizei, Armee und regierungstreuen Milizen starben 6.653 Menschen. Bei Kämpfen und Anschlägen wurden zudem 5669 Zivilisten getötet.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan hatte am Vortag mehr internationale Zusammenarbeit gegen die PKK gefordert. Es reiche nicht aus, die PKK in die Liste der Terrororganisationen zu setzen, sagte Erdogan. Er rief europäische Staaten dazu auf, im Ausland festgenommene PKK-Vertreter an die Türkei auszuliefern. Die Organisation wird auch von den USA und in der EU als Terrorgruppe eingestuft.

Die PKK unterhält in der Autonomieregion der Kurden im Nordirak mehrere Lager, von denen aus sie immer wieder zu Angriffen gegen die Türkei ausgerückt ist. Türkische Regierungskreise bringen inzwischen an besonders schwer zu kontrollierenden Abschnitten eine Verlegung der Grenze zum Irak oder eine Sicherheitszone ins Spiel. Die irakischen Kurden haben erklärt, sie fürchteten angesichts eines türkischen Truppenaufmarsches eine neue Bodenoffensive.

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