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Millionenstrafe für Ex-Fendrich-Manager

Rainhard Fendrich bei seiner Zeugenaussage vor Gericht
Rainhard Fendrich bei seiner Zeugenaussage vor Gericht
Der ehemalige Manager von Reinhard Fendrich und langjähriger Konzertveranstalter Fechter zu Geldstrafe von einer Million Euro verurteilt - Urteil ist rechtskräftig.

Der ehemalige Rainhard Fendrich-Manager und langjährige Konzert-Veranstalter Herbert Fechter ist am Mittwoch im Wiener Landesgericht wegen Abgabenhinterziehung zu einer Geldstrafe von einer Million Euro oder vier Monaten Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt. Der Schöffensenat ging davon aus, dass sich der „Steuersünder“ umgerechnet 2,6 Millionen Euro „erspart“ hatte, ehe 1995 seine Manipulationen aufflogen.


Fechter schien mit der Entscheidung durchaus zufrieden zu sein: Er verabschiedete sich mit einem kräftigen Händeschütteln sowohl vom Staatsanwalt als auch von sämtlichen Berufs- und Laienrichtern.


Der Zeugenauftritt seines langjährigen Schützlings Rainhard Fendrich brachte ihn hingegen auf die Palme. Der Austropop-Star war unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu seinen Vereinbarungen und Abrechnungen mit Fechter befragt worden. Wie sich aus den Schlussplädoyers ergab, dürfte er dabei erklärt haben, nichts von den Steuer schonenden Gepflogenheiten Fechters gewusst zu haben.


Diese Verantwortung veranlasste Fechter, in seinem Schlusswort mit Fendrich abzurechnen: „Ich manage seit 38 Jahren Künstler! Immer zu ihrem Vorteil. Ich habe viele von ihnen reich und berühmt gemacht!“ Als das Finanzamt auf die steuerlichen Ungereimtheiten aufmerksam wurde, hätten sich „viele von ihnen korrekt verhalten und ihre Strafen gezahlt“, so der Manager. Er nannte in diesem Zusammenhang auch Namen. „Nur der Herr Fendrich stellt sich auf den Standpunkt, er hätte nichts gewusst. Er wird mit den Lügen, die er uns hier aufgetischt hat, leben müssen“, kommentierte Fechter den Zeugenauftritt.


Fendrich hatte vor Gericht den Anschein erweckt, nicht ein Mal genau zu wissen, wie lange er überhaupt von Fechter gemanagt worden war. „Dagegen sind die drei berühmten Affen, die nichts sehen, wissen und hören, die drei Weisen aus dem Morgenland“, witzelte Fechters Rechtsbeistand Herbert Eichenseder.


Redaktion: Elisabeth Skoda

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