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Millionen Kinder im Nahen Osten gehen nicht zur Schule

Viele können sich die Schule nicht leisten
Viele können sich die Schule nicht leisten
Mehr als zwölf Millionen Kinder im Nahen Osten gehen einem neuen Bericht der Vereinten Nationen zufolge nicht zur Schule. Das seien etwa 15 Prozent der Kinder in der Region, heißt es in dem vom UNO-Kinderhilfswerk UNICEF und der UNO-Kulturorganisation UNESCO veröffentlichten Bericht. Die Zahlen beinhalten nicht die Kinder, die durch die Konflikte in Syrien und im Irak nicht mehr zur Schule gehen.


Zwar habe es in den vergangenen zehn Jahren durch weitreichende Bemühungen zur Schulbildung deutliche Fortschritte gegeben, in jüngster Zeit habe sich dieser Fortschritt aber verlangsamt.

In dem Bericht werden verschiedene Gründe angegeben, warum viele Kinder im Nahen Osten nicht zur Schule gehen. Häufig könnten die Familien nicht die Kosten für Bücher oder Schuluniformen tragen oder sie befürchteten Einkommensverluste durch ein Kind, das arbeiten gehen könnte. Die UNO nennt zudem das Geschlecht als weiteren Aspekt. Von Mädchen werde nicht erwartet, dass sie eines Tages arbeiteten, weshalb viele Familien keinen Grund sähen, sie zur Schule zu schicken. Auch Gewalt ist dem Bericht zufolge ein Problem, etwa in Schulen selbst oder in Konfliktgebieten.

Die UNO pocht angesichts der Zahlen auf die Förderung der frühkindlichen Bildung in der Region sowie auf einen breiten Ansatz, um Kindern den Zugang zur Schulbildung zu ermöglichen. Außerdem soll daran gearbeitet werden, dass Kinder die Schule nicht wieder verließen, sobald sie dort angemeldet seien. “Angesichts immer wiederkehrender Konflikte” in der Region müsse zudem ein Schwerpunkt auf die Lage von Kindern in Krisengebieten gelegt werden, hieß es.

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