Milliarden-Entschädigung für Ölpest von BP

BP-Manager auf dem Weg zum Weißen Haus
BP-Manager auf dem Weg zum Weißen Haus ©APA (epa)
Der Ölkonzern BP will offenbar 20 Milliarden Dollar (16,3 Mrd. Euro) für Entschädigungszahlungen an die Opfer der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko bereitstellen. US-Präsident Obama will die Vereinbarung nach einem Treffen mit BP-Managern am Mittwoch im Weißen Haus offiziell bekanntgeben, meldeten Agenturen.
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Der unabhängige Entschädigungsfonds soll unter der Leitung des Rechtsanwalts Kenneth Feinberg stehen, der auch schon die Entschädigungszahlungen an die Angehörigen der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 beaufsichtigt hatte.

BP hat unterdessen am Mittwoch damit begonnen, das von dem Leck im Golf von Mexiko abgepumpte Öl und Gas zu verbrennen. Damit soll die Menge des Öls verdreifacht werden, die mit Hilfe eines Trichters aus dem lecken Steigrohr abgesaugt wird. BP hatte vor Beginn der Aktion angekündigt, sobald das System voll funktionsfähig sei, werde es zwischen 800.000 und 1,6 Millionen Liter Öl verbrennen können.

Die schlimmste Ölpest der US-Geschichte hat nach den Worten von Präsident Obama überdeutlich gemacht, dass kein Weg an sauberen Energien vorbeiführt. “Die Tragödie vor unserer Küste ist die bislang schmerzlichste und stärkste Erinnerung daran, dass jetzt die Zeit für eine Zukunft mit sauberen Energien ist”, sagte Obama am Dienstag in seiner Rede an die Nation.

Obama verteidigte die Bemühungen der Regierung seit Beginn der Katastrophe vor acht Wochen, die er mit einer Epidemie verglich. Es werde allerdings Monate, wenn nicht gar Jahre dauern, bis die Folgen der Ölpest beseitigt seien, räumte er ein.

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