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Mikroplastik in Kosmetika: Greenpeace fordert Verbot

Mikroplastik in Kosmetika: Winzige Plastik-Teilchen gelangen in Gewässer und Nahrungskette
Mikroplastik in Kosmetika: Winzige Plastik-Teilchen gelangen in Gewässer und Nahrungskette ©SXC (Themenbild)
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Montag ein EU-weites Verbot von Mikroplastik in Kosmetika gefordert.

Die meist weniger als einen Millimeter großen Plastik-Kügelchen in Peeling, Zahncreme, Duschgel und anderen Produkten gelangen über die Haushaltsabwässer in die Umwelt. Weltweit tragen sie zur Verschmutzung von Gewässern mit Plastikmüll bei, hieß es in einer Aussendung der NGO. Wird das Mikroplastik von Tieren mit Nahrung verwechselt, gelangt es in die Nahrungskette.

“Plastikmüll über den Ausguss in die Umwelt”

“Mikroplastik versteckt sich in etlichen Körperpflegeprodukten und ist in den meisten Badezimmern zu finden. Ohne es zu ahnen, spülen Millionen von Menschen täglich Plastikmüll über den Ausguss in die Umwelt”, so Greenpeace-Expertin in Österreich, Antje Helms.

Plastik-Perlen in Peelings, Zahncreme & Co.

Winzige Plastik-Perlen aus Polyethylen (PE) werden von der Industrie beispielsweise in Peeling, Waschgel oder Zahncreme eingesetzt, um die reinigende Wirkung zu verstärken. Andere Kunststoffe wie Polyamid (PA), Polypropylen (PP) oder Polyethylenterephtalat (PET) werden als Füll- und Bindemittel genutzt oder sollen – unter anderem auch in Kinderprodukten – für Glitzer- oder Farbeffekte sorgen.

Mikroplastik in 553 Kosmetik-Produkten

In einem Einkaufsratgeber weist Greenpeace in Österreich 553 Kosmetik-Produkte aus, die Mikroplastik enthalten (pdf: weiter zum Mikroplastik-Ratgeber von Greenpeace). Außerdem appellierten die Umweltschützer gemeinsam mit dem Radiosender Ö3, der sich im Rahmen der ORF-Schwerpunktwoche “Mutter Erde braucht dich” des Themas annimmt, Konsumenten in Österreich auf, Produkte genau unter die Lupe zu nehmen und Kosmetika mit Mikroplastik zu meiden.

(APA/red)

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