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Mikl-Leitner: Verhalten der Fans "völlig inakzeptabel"

Mikl-Leitner reagierte fassungslos auf die Ereignisse im Hanappi-Stadion.
Mikl-Leitner reagierte fassungslos auf die Ereignisse im Hanappi-Stadion. ©APA
Für Innenministerin Johanna Mikl-Leitner ist das Verhalten jener Rapid-Anhänger, die am Sonntagnachmittag im Wiener Gerhard-Hanappi-Stadion beim Derby gegen die Austria den Platz gestürmt haben, "völlig inakzeptabel". Im Gespräch mit der APA sagte sie am Montag: "Es muss Konsequenzen geben."
Rapidler stürmen das Spielfeld
Platzsturm im Hanappi-Stadion

Sie habe an den Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit den Auftrag erteilt, mit den Vereinen und der Bundesliga gemeinsam geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Ausschreitungen wie am Wochende in Hütteldorf bei Rapid Wien aus den Stadien zu verbannen, so Mikl-Leitner. Dabei sagte sie: “Unser Vorbild ist England.”

Ministerin will die Vereine wie Rapid in die Pflicht nehmen

Mikl-Leitner betonte unter anderem, dass die Maßnahme des Stadionverbotes wichtig ist. Bei der von Experten immer wieder kritisierten Durchsetzung dieser Verbote verwies die Ministerin auf die Zuständigkeit der Vereine. Hier Verbesserungen zu erreichen, werde Teil der Gespräche mit der Bundesliga und den Clubs, angefangen bei Rapid und Austria, sein. Allerdings hält man im Innenministerium dem Vernehmen nach wenig von der Verhängung von Stadionverboten als behördliche Maßnahme. In England beispielsweise kann die Exekutive von sich aus solche Maßnahmen anordnen.

Mikl-Leitner hält auch Gesetzesänderungen für möglich

Die Innenministerin äußerte sich auch zu möglichen Gesetzesänderungen. “Das muss man sich ansehen, wo man hier an den Schrauben drehen kann und welche Maßnahmen auch sinnvoll sind.” Konkret erwähnte sie hier die Bestimmungen zur Pyrotechnik bei Großveranstaltungen: Diese ist seit Jänner 2010 verboten. Allerdings kann auch das neue, verschärfte Verbot in Ausnahmefällen – etwa bei besonders wichtigen Spielen – aufgehoben werden, sollte die Polizei einen dementsprechenden Antrag genehmigen. Eine diesbezügliche Genehmigung hatte laut Wiener Polizei beim Derby zwischen Rapid und der Austria bestanden. Praktische Auswirkungen hatten die Bestimmungen so oder so bisher wenig: Nicht nur im Hanappi-Stadion waren am Sonntag bengalische Feuer zu sehen, sondern auch in Wiener Neustadt vom Sturm-Graz-Anhang.

 

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