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Mietwohnungen: Deutlicher Preisanstieg 2007

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In Wien sind die Preise für Mietwohnungen 2007 um vier Prozent gestiegen, im Vergleich der ersten Quartale 2007 und 2008 sogar um sieben Prozent.

Dies ist ein Ergebnis einer Studie, welches die Immobilienplattform “Immobilien.net” am Dienstag präsentiert hat. Die Wunschwohnung der Wiener fände sich vornehmlich in den Bezirken 6 bis 9, die tatsächliche liege dann meist in den Bezirken 2,3 und 5, so Geschäftsführer Alexander Ertler.

Dies liege auch am Angebot, zumal beispielsweise der 6. Bezirk Mariahilf vor zwei Jahren noch sechs Prozent des gesamten Mietangebotes bestritt – im ersten Quartal 2008 nur mehr drei Prozent. Im Bezirk Landstraße finden sich mittlerweile dagegen zehn Prozent des Gesamtbestandes. Auch suchen die Wiener mehrheitlich eine Drei-Zimmer-Wohnung – und nehmen aus Budgetgründen dann eine Zwei-Zimmer-Wohnung.

Mit einem durchschnittlichen Netto-Quadratmeterpreis von 9,36 Euro liege Wien österreichweit an der Spitze, dicht gefolgt allerdings von Innsbruck mit 9,33 Euro. Am anderen Ende der Skala findet sich St. Pölten mit 5,99 Euro, so Ertler. Die sprunghafte Mietsteigerung, die mit September 2007 eingesetzt habe, führt Ertler auf die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes zurück, der 2007 Erhaltungsarbeiten vom Mieter auf den Vermieter umgewälzt hat. Und diese hätten die Mehrkosten auf die Miete umgeschlagen.

Überdies gelte: “Die billigen Baujahre verschwinden, die teueren Baujahre kommen auf den Markt.” So fehle es mittlerweile an billigen Wohnungen im Angebot.

Nach dem Quadratmeterpreis betrachtet sind in Wien die Wohnungen mit 30 Quadratmeter am teuersten, worauf das Preisbarometer bis auf 80 Quadratmeter sinkt. Danach steige es wieder an und pendelt sich bei 130 Quadratmetern ein.

Eine Ausnahme bilden Wohnungen über 200 Quadratmeter, die mit rund zwölf Euro den höchsten Quadratmeterpreis aufweisen. Da am freien Markt 91 Prozent der Wohnungen kleiner als 150 Quadratmeter seien, treffe in diesem Luxussegment ein begrenztes Angebot auf eine hohe Nachfrage. “Es gibt keinen Mengenrabatt auf die Fläche”, so Ertler.

Bei der Frage des Baujahres sind die Gründerzeithäuser und noch ältere Objekte überdurchschnittlich hoch bewertet, am schlechtesten schneiden die Zwischenkriegsbauten ab. Am teuersten sind Neubauwohnungen. Bei den Stockwerken schneiden Erdgeschoß und erster Stock beinahe gleich schlecht ab. Generell gilt: Je höher, desto teurer.

Für Ausstattungsmerkmale wie Terrassen kann durchschnittlich ein Aufschlag von 13 Prozent auf die Miete verlangt werden. Ein neuwertiger Zustand gegenüber dem Schnitt bringt einen Zuschlag von knapp 30 Prozent.

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