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Michael Mittermeier ist Österreich-Fan

Als Österreich- und vor allem Wien-Fan outete sich der bayerische Kabarettist Michael Mittermeier nach seinem rund einwöchigen Gastspiel (12.-16.7.) in Wien.

„Ich mag den Dialekt und den Wiener Schmäh, da habe ich schon einen Bezug dazu“, sagte Mittermeier, zu dessen Lieblingssendungen früher „Ein echter Wiener geht nicht unter“ zählte.

Die Zuneigung dürfte auf Gegenseitigkeit beruhen, die Fan-Gemeinde in Österreich ist groß: Er sei einer der wenigen deutschen Comedians, die sowohl in Deutschland als auch in Österreich Erfolg hätten. „Die Nachfrage ist immens“, freute sich der 36-jährige Bayer, der bereits vor fast 15 Jahren seinen ersten Österreich-Auftritt hatte, 1988 im Theatercafe in Graz.

Seine Programme passt Mittermeier der Region an. Die Nummern, die er in Österreich spiele, würden sich von jenen in Deutschland unterscheiden, und auch in Deutschland gebe es regionalspezifische Nummern. Von seinem Vorläuferprogramm „Zapped“ gab es eine „Austria-Edition“, bei seinem aktuellen Programm „Back to Life“ sei das nicht notwendig, „weil die Themen da drinnen internationaler sind“. Mit „Back to Life“ gastierte Mittermeier bei den Kabarettfestwochen im Wiener Volkstheater, dem er „besonderes Flair“ bescheinigt: „Du riechst richtig, da ist wahrscheinlich der Kaiser drinnen gesessen und hat sich seine Hofschlampen angeschaut.“

Probleme mit Sprachbarrieren hat der Bayer in Österreich nicht:
„Wenn ich extrem bairisch rede, versteht es der ’Ösi’“. Im Gegensatz zu den österreichischen Kabarettisten bei Deutschland-Gastspielen:
„Der Düringer und der Poier spielen in München sicher anders als in Hamburg. Es ist halt immer noch eine Sprachbarriere, wenn du wirklich österreichisch sprichst und einen richtig kernigen Dialekt hast, dann ist es sicher schwierig ab dem Frankenland.“

Auf der Suche nach Österreich-Themen mache er keine speziellen Recherchen, er nehme einfach auf, was er sehe und erlebe. „Du fährst Fiaker und erzählst das, dann fährst du Taxi und erzählst das, dann sprichst du mit Leuten und hörst Dinge, und manchmal fragst du auch Leute ’He du, was ist denn im Moment los’, auch politisch. Aber im Grunde sauge ich alles auf wie ein Schwamm.“

Begeistert zeigt sich Mittermeier von seinen österreichischen Kollegen: Am besten kenne er den Josef Hader – „für mich sicher der beste deutschsprachige Kabarettist, der je auf einer Bühne gestanden ist“. Die österreichische Kabarett-Szene sei allgemein auf einem sehr hohen Level. „Was ich an denen mag, ist dass sie sehr schräg sind.“

Im Herbst soll eine DVD von Mittermeier erscheinen, anschließend hat der Kabarettist eine längere Pause geplant. „Ich werde sicherlich mal eine Zeit lang im Ausland verbringen, vielleicht länger in Amerika.“

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