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Mexiko geht gegen Bürgerwehren vor - Zwei Tote

Hartes Vorgehen gegen "Selbstverteidigungsgruppen"
Hartes Vorgehen gegen "Selbstverteidigungsgruppen"
Bei Kämpfen zwischen Soldaten und bewaffneten Bürgerwehren sind im westmexikanischen Teilstaat Michoacan laut Medienberichten mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben eines Rebellensprechers sollen vier Menschen getötet worden sein, darunter ein elf Jahre altes Mädchen. Soldaten waren am Dienstagmorgen in Michoacan eingerückt.


Mexikos Regierung hatte zuvor ein hartes Vorgehen gegen die selbst ernannten Selbstverteidigungsgruppen angekündigt, sollten sich ihre Kämpfer nicht zurückziehen. Diese hatten die Aufforderung zurückgewiesen.

Rund 3.000 unbewaffnete Einwohner hätten sich vor den Zusammenstößen am Dienstag einem Militärkonvoi auf einer Landstraße nahe der Gemeinde Antunez in den Weg gestellt, sagte der Rebellensprecher dem Rundfunksender MVS. Nach Angaben der Zeitung “El Universal” bestätigte die Armee zwei Tote.

Die Bürgerwehren hatten sich vor einem Jahr im Kampf gegen das Drogenkartell Tempelritter in Michoacan gebildet. In den vergangenen Tagen besetzten sie zahlreiche Ortschaften und rückten auf die Kreisstadt Apatzingan vor, die als Hochburg der Tempelritter gilt. Nach der Eskalation kündigte die Regierung von Präsident Enrique Pena Nieto an, die Bürgerwehren nicht mehr dulden zu wollen.

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