#MeToo: Missbrauchsvorwürfe gegen Mitglied der Wiener Philharmoniker

Das Mitglied der Wiener Philharmoniker muss sich gegen schwere Vorwürfe wehren.
Das Mitglied der Wiener Philharmoniker muss sich gegen schwere Vorwürfe wehren. ©APA/HERBERT NEUBAUER (Sujet)
Einem Mitglied der Wiener Philharmoniker wird vorgeworfen, seine Stellung als Professor der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) "gröblich missbraucht" zu haben. Der Mann wurde laut mdw-Aussendung entlassen.

An der Wiener Staatsoper und bei den Philharmonikern wurde der Musiker vom Dienst freigestellt. Die mdw vertrete eine Haltung “die in Bezug auf die Wahrung der Würde und der Rechte von Menschen nicht verhandelbar ist”, so Rektorin Ulrike Sych. Zum Schutz der Beteiligten werde man keine weiteren Angaben zu den Hintergründen der Trennung machen.Die Entlassung erfolgte am vergangenen Mittwoch mit sofortiger Wirkung, am selben Tag informierte man die Wiener Staatsoper. Dort habe man “umgehend damit begonnen, die Faktenlage zu prüfen und alle Informationen zusammenzutragen, die mit dieser für uns sehr überraschenden und bedauernswerten Nachricht zusammenhängen”, so ein gemeinsames Statement des Opernhauses und der Philharmoniker.

Professor wurde vom Dienst freigestellt

Im Einvernehmen mit dem betroffenen Musiker wurde dieser bis auf Weiteres vom Dienst freigestellt. Laut Statuten der Wiener Philharmoniker gelten derartige Entscheidungen der Staatsoperndirektion auch für das Orchester selbst. Trotz der Endgültigkeit der Entscheidung an der mdw seien an der Staatsoper noch zahlreiche Fragen offen, betonte ein Sprecher des Hauses im APA-Gespräch. Insbesondere sei zu klären, inwiefern die Entlassungsgründe an der Musikuniversität auch für die Staatsoper aus arbeitsrechtlicher Sicht relevant sind.

Über die Entlassung war zuerst auf einem Klassik-Blog sowie in der Onlineausgabe des “Kurier” berichtet worden.

APA/Red.

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