Metallica in 3D - Trailer und Kritik zum Film

Wuchtig, laut und definitiv ein Muss für Fans (und all jene, die es noch werden wollen): Der Konzertfilm "Metallica - Trough the Never 3D" präsentiert sich als visuelle Reise, die exklusives Live-Material der Band mit einer surrealen, aber packenden Endzeit-Story verbindet. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Man kann ein Freund der in Kinosälen mittlerweile allgegenwärtigen Plastik-Brille sein oder nicht, Fakt ist: Metallica in 3D sind ein Erlebnis für sich. Man streckt die Hand aus, um Frontmann James Hetfield den Schweiß von der Stirn zu wischen, während man den langen Haaren von Bassisten Robert Trujillo ausweicht. “Trough the Never” nimmt den Zuseher bei der Hand und zeigt ihm mittels 3D-Bild und beeindruckender Kameraführung die Kultband aus garantiert neuen Perspektiven.

Schauplatz ist ein Stadion in den USA, in dem Metallica ein gigantisches Live-Konzert vor Tausenden Fans spielen. Das macht nicht nur tüchtig Geräusch, es gibt dem Zuschauer auch einen Einblick hinter die Kulissen der gewaltigen Show-Maschinerie, die hinter so einem Gig steckt.

Metallica und das Ende der Welt …

Doch die Hauptpersonen des Films sind nicht nur Metallica selbst – im Zentrum der Geschichte steht auch der junge Roadie Trip, der sich wohl am allermeisten auf das Konzert freut. Doch just zu Beginn wird er von der Crew beauftragt, etwas abzuholen, das von großer Wichtigkeit für die Band ist. Eine Odysee durch die (düster-verlassene) Stadt beginnt für den jungen Mann, der dabei nicht nur einen Verkehrsunfall überstehen muss, sondern sich auf der Straße plötzlich inmitten einer wüsten Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und Polizei findet. Und als wäre dieses brutale Gerangel nicht schon genug, taucht plötzlich ein maskierter Reiter auf, der wahllos all jene, die seinen Weg kreuzen, erhängt.

Für Trip beginnt eine Flucht um Leben und Tod durch das apokalyptische Chaos der Stadt. Untermalt und in Szene gesetzt von Metallica-Songs wie “Master Of Puppets”, “Nothing Else Matters” oder “Enter Sandman” läuft der junge Roadie um sein Leben – bis er schließlich genug vom Fliehen hat und sich dem letzten großen Showdown stellt. Ob Trip seine Mission für die Band doch noch erfüllen kann? Und werden Metallica ihr Mega-Konzert, das am Ende schon in Trümmern liegt, tatsächlich beenden können?

Konzertfilm für Fans und Rock-Liebhaber

Fazit: Mit “Trough the Never” ist Regisseur Nimród Antal ein bildgewaltiges Konzertfilm-Epos gelungen. Metallica-Frontmann James Hetfield hat mitproduziert und am Drehbuch mitgeschrieben – und die Zusammenarbeit ist in jedem Fall gelungen. Dane DeHaan (bekannt etwa aus “Chronicle”) überzeugt als Roadie Trip mal wieder in einer markanten Charakterrolle. Und der – im wahrsten Sinne des Wortes – hautnahe Blick auf die Band wird das Herz jedes Metallica-Fans hüpfen lassen.

Jedoch werden all jene, die mit dem Genre oder der Band noch nicht viel in Berührung gekommen sind, es vielleicht schwer haben. Trotz der authentischen Bühnen-Performance und der mitreißenden Stimmung zieht sich das gut 90-minütige Konzert doch ein wenig. Wer die Musik von Metallica liebt, wird diesen Film auch lieben. Wer aber mit der Band, dem Genre und düsterer Endzeit-Stimmung nichts anfangen kann, sollte wohl auf die kommerzielleren Kinowerke ausweichen.

“Through the Never” – Kinostart in Österreich: 04. Oktober 2013

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