Metaller-KV: Angebot von Strache und Kurz sei "Ohrfeige für die echten Leistungsträger"

Die Kollektivvertragsverhandlungen geraten ins Stocken.
Die Kollektivvertragsverhandlungen geraten ins Stocken. ©APA/Robert Jaeger
Die Metaller-Kollektivvertragsverhandlungen führen zu Verärgerung bei den Gewerkschaften. Muchitsch (SPÖ) kritisiert die Forderung von Kurz (ÖVP) und Strache (FPÖ).

Die stockenden Kollektivvertragsverhandlungen der 192.000 Beschäftigen der Metallindustrie verärgern die Gewerkschaft Bau/Holz, die sich am Dienstag solidarisch mit den Forderungen ihrer Kollegen erklärte. Das Angebot der Metall-Arbeitgeber sei “die nächste Ohrfeige für die echten Leistungsträger, nämlich alle Arbeitnehmer in Österreich”.

Gewerkschaftsvorsitzender und SPÖ-Abgeordneter Josef Muchitsch kritisiert in diesem Zusammenhang die Forderung von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz Christian Strache (FPÖ) vor einem Monat, dass “sich in den Gehaltsabschlüssen die positive Entwicklung im Land und die gute Stimmung für die Wirtschaft und den Standort spürbar wiederfinden soll”.

“Da gibt es einen breitbrüstigen ‘Scheinappell’ dieser Bundesregierung für hohe Lohn- und Gehaltsabschlüsse und dann legen die Arbeitgeber nach vier Verhandlungsrunden ein Angebot mit lächerlichen 2,02 Prozent auf den Tisch.”, so der Gewerkschafter in Richtung Regierungsspitze und Metall-Arbeitgeber. Der Appell von Kurz und Strache “ist erwartungsgemäß keinen Cent wert, sondern war wieder einmal nur billiger Populismus dieser beiden Meister der inhaltlosen Headlines”, meint Muchitsch.

Die Metaller wollen bei einer Betriebsrätekonferenz am kommenden Donnerstag “gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen” beschließen. Die vierte Verhandlungsrunde war in der Nacht auf Samstag nach neun Stunden ergebnislos beendet worden.

(APA/Red)

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