Messerstecher ausgeforscht

BPD Wien
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Zwei Floridsdorfer stachen in Wien 1 einen 19-jährigen Schwarzafrikaner nieder, nachdem sie ihn mit Naziparolen provoziert hatten. Jetzt sitzt einer von ihnen in Haft. Die Polizei bittet um Hinweise!

Am 13.01.2007, gegen 05.45 Uhr, wurde in Wien 1., Franz Josefs Kai, in einer Lebensmittelhandel-Filiale, ein 19-jähriger Schwarzafrikaner von zwei vorerst unbekannten Tätern schwer verletzt – mit drei Messerstichen.

Im Zuge der Ermittlungen konnten zwei Verdächtige, der 26-jährige Rudolf H. und der 22-jährige Michel N., beide aus Wien 21., ausgeforscht werden.

H. wurde am 26.01.2007 gegen 10.15 Uhr in seiner Wohnung festgenommen. Hinweise werden erbeten an die Kriminaldirektion 1 unter der Telefonnummer 31310/33800.


Gemeinsam mit seinem 22-jährigen Saufkumpanen hatte der 26-Jährige laut Angaben der Ermittler die Nacht über im Szene-Lokal „Flex“ verbracht und dort jeweils 15 Krügel Bier konsumiert. Am Heimweg suchten die beiden noch die Anker-Filiale auf.

Nazi-Sprüche

Kurz darauf gerieten die Männer mit dem 19-jährigen Schwarzafrikaner in Streit und skandierten Nazi-Parolen. Daraufhin brach der 19-Jährige dem älteren der zwei Störenfriede per Kopfstoß das Nasenbein. Dieser zückte ein Messer und stach dem jungen Mann drei Mal in den Bauch.

Der Täter und sein Begleiter konnten anschließend unerkannt flüchten.

Spurensicherung brachte Erfolg

Gute Spurensicherungsarbeit war laut Polizei der Grund für die nunmehrige Festnahme des Verdächtigen. Der 26-Jährige soll auch bereits ein Geständnis abgelegt, worin er jedoch den Zwischenfall abgeschwächt dargestellt hat, berichtete ein Ermittler der APA.

Die zwei betrunkenen Provokateure waren in der Suchtmittelszene bekannt und öfters durch überaus aggressives Verhalten aufgefallen.

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