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Messe-"Kampfprogrammierung" 2005

Die Pläne klingen wie eine Kampfansage an die "exponet" im Austria Center. Reed Exhibitions wird eine neue IT-Fachmesse in Wien veranstalten. Branchengrößen kehren der exponet nun den Rücken.

Der Termin ist wohl kaum Zufall: Von 15. bis 17. Februar 2005 soll die „ITnT“ – eine neue IT und Telekom-Fachmesse – Aussteller und Besucher ins Messezentrum Wien locken. Für denselben Zeitraum ist allerdings seit längerem die Businessmesse „exponet Vienna 2005“ im Austria Center geplant. Branchengrößen wie Microsoft, Fujitsu Siemens Computers, One, SAP oder NextiraOne haben anscheinend der ITnT den Vorzug gegeben. „Sogar schriftlich“, wie gestern Abend bei einer Pressekonferenz der Reed Exhibitions betont wurde.

„Vor einem Jahr war das Thema IT-Fachmesse für uns vom Tisch. Heuer im Februar hat dann plötzlich eine große Nachfrage seitens der Unternehmen geherrscht, und wir haben uns bekehren lassen“, erklärte Matthias Limbeck, Marketing & New Business-Geschäftsführer des Veranstalters. Auf die Frage, warum ausgerechnet dieser Termin gewählt worden sei, meinte Limbeck: „Weil er gut ist.“ Werner Grohmann, Pressesprecher der exponet, gab sich auf APA-Anfrage betont unbeeindruckt: Wir sind eigentlich froh, wenn sich da jemand engagiert, das schärft unser Profil. Die Gerüchteküche brodelte ja schon länger, jetzt liegen wenigstens Fakten auf dem Tisch.“

Im Augenblick spricht laut Reed Exhibition auch die konjunkturelle Lage für eine neue Messe: „Viele Unternehmen sind bei den IT-Investitionen auf der Bremse gestanden, aber jetzt herrscht wieder Optimismus“, so Limbeck. Für die ITnT spreche auch die moderne Infrastruktur (rund 700 Kilometer EDV-Kabel und 10.000 EDV-Anschlüsse wurden im neuen Messezentrum verlegt bzw. installiert), ausreichende Parkplatzkapazitäten und ein „faires Preis/Leistungsverhältnis ohne Restriktionen bei Partnerständen“. Ein Fachprogramm mit Sonderschauen, Spezialforen, Workshops, Vorträgen und Events soll EDV- und IT-Profis von der Geschäftsleitungs- bis zur Projektebene anlocken.

Das Messekonzept sieht neben der Veranstaltung in Wien zusätzlich eintägige Kongressmessen in Salzburg, Linz und Graz im März 2005 vor. In diese sollen auch die Bundesländerveranstaltungen der Plattform EC Austria und der von der Wirtschaftskammer initiierte „e-Day“ integriert werden. „Wien ist ein wunderbarer Messeplatz, besonders im Hinblick auf die Nachbarstaaten im Osten. Aber auch West- und Südösterreich müssen abgedeckt werden“, erklärte Limbeck.

Zahlreiche Unternehmen seien mit dem „derzeit gebotenen Branchenevent“ nicht zufrieden, spielte Limbeck auf die von der DC-Messe Veranstaltungs GmbH organisierte exponet, bei der heuer über 41.000 Besucher verzeichnet wurden, an. Kritik an der exponet kam auch von den anwesenden Firmenvertretern. „Messeorganisation und Konzept haben nicht unseren Erwartungen entsprochen“, meinte Nicole Plein von NextiraOne. Franz Kühmayer von Microsoft sieht im neuen Messekonzept „das interessanteste Angebot“ und Christian Czech von One befindet, dass “Österreich eine Fachmesse auf hohem Niveau braucht“.

Bereits im Vorfeld der diesjährigen exponet war von „der teuersten Messe Österreichs“, einem „zu starren Messekonzept“ und einem „mangelnden Entgegenkommen“ die Rede. Die Liste der Absagen wurde von Hewlett-Packard (HP), IBM, Microsoft, Novell, Cisco und NextiraOne angeführt

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